Breslauwappen


Alte Fotos
Trachten
Anzeigen

Breslau auf Fotos

Astronomische Uhr

Breslau-Land


48 Stunden im Februar 1964
Über 90 schwarz-weiß Fotos von Gerhard Werner

Home >>Bilder >> Fotograf Gerhard Werner

  Fotogalerie
Fotos 1964

Breslau südlich

 
  Fotogalerie
Fotos 1964

Breslau Zentrum

 
  Fotogalerie
Fotos 1964

Breslau nördlich

 

Breslauer Gerhard Werner

Der Automobilclub organisierte 1964 eine 2tägige Reise nach Breslau. Unter den Teilnehmern befand sich auch Gerd Werner, ein Breslauer. Was für ein Glück - nach fast 20 Jahren konnte er seine Geburtstadt wiedersehen, in der er von 1921 bis 1946 lebte.

Die Ereignisse bis zum Verlassen der Stadt sind noch gegenwärtig. Gerhard Werner wurde Ende 1939 nach Dessau und 1941 nach Merseburg dienstverpflichtet, um Flugzeuge mit zu bauen. Im letzten Kriegsjahr vom September 1944 bis zu seiner Verwundung am 14.02.1945 war er Soldat. Die Breslauer Festungszeit erlebte er mit. Bei einem Ausbruch seiner Einheit aus der Festung wurde er verwundet und kam auf den Hauptverbandsplatz Hauptbahnhof Breslau. Er konnte nach Hause. Die Wohnung seiner Eltern stand noch, aber sie war leer, denn seine Angehörigen waren bereits auf der Flucht.

Nach dem Kriege lebte er und seine Familie in der DDR. G. Werner besitzt eine besondere Liebe zur Elektronik, die bereits im Schulalter begann. Das Radio in der elterlichen Wohnung, ein Gleichstromradiogerät mit Akku und Trichterlautsprecher, faszinierte ihn sehr und weckte sein Interesse für dieses Gebiet. Sein Berufsleben beginnend vom Elektromechaniker bis zum Flugzeugmechaniker setzte er nach 1945 in dieser Brache als Signal- und Fernmeldemeister und Elektromeister fort.

1964 fuhr G. Werner mit seinem 500er Trabant nach Breslau. Er war neugierig auf die Veränderungen und nutzte seine 48 Stunden Aufenthalt, um  Breslau an verschiedenen Stellen, die etwas mit seinen Kinder- und Jugenderlebnissen zu tun hatten, auf Fotos festzuhalten. Heute sind diese Bilder wertvolle Zeitdokumente, denn man kann die Auswirkungen des Festungskampfes und das sich langsam entwickelnde neue Leben in Wroclaw erkennen.

Berlin, 16. August 2005
Egon Höcker

 
© 2008 Egon Höcker
Fragen und Anregungen zur Website?