Siebenhufen.
Siebenhufen.
Die Entstehungszeit dieses ehemals der Breslauer Kirche gehörigen Gutes ist noch nicht fest-
gestellt. 1330 und 33 wird ein Erbgut von 7½ Hufen zwischen der Stadt und Gräbschen erwähnt;
1535 bis '40 und 1669 heißt es septem mansi, deutsch schon 1423 Sebin Hubin, 1442 Sebenhuben,
1516 Sibenhuben, 1540 Syben Huben, 1577 eines ehrwürdigen Kapitels 7 Huben vor Breßlaw. Die
Nähe der bedeutenden Stadt spricht aus der Bezeichnung von 1647 Siebenhubner Gasse.
Siebenhufen und -huben kommt als Dorfname in Schlesien vor in den Kreisen Strehlen, Görlitz,
Jauer, Neurode und Neustadt. Andere On in Verbindung mit Huben sind: Sechshuben Rgb. Königsberg,
Sechshufen Kr. Liegnitz, Achthuben-Neustadt, Zwölfhuben-Lauban,
Dreißighuben-Reichenbach, Fünfzighuben-Jauer und in Mähren.
On mit der bedeutungsvoll gehaltenen Zahl 7 sind recht zahlreich: Siebenbach Rgb. Coblenz,
-born in Luxemburg, -bäumen Kr. Herzogt. Lauenburg, -brunn in Nieder-Österreich und in Sachsen,
Krh. Zwickau, -dorf in Steiermark, -beuthen Rgb. Frankfurt, -eich und -knie in Württemberg, -eichen
Kr. Löwenberg i. Schl. und in Lauenburg, -eick Rgb. Düsseldorf, -hirten und -linden in Österreich u. d.
Enns, -höfen in Mähren und in Lippe, -höf Krh. Zwickau, -hitz in Oberfranken, -lehn Sachsen, Leipzig,
-scnlößchen Rgb. Bromberg, -stern-Minden. Als N eines Landes muß hier Siebenbürgen und
als Gebirgsname das Siebengebirge genannt werden.
Wegen des N Hufe vgl. Huben.
Pn: Sieben, Siebeneichler, -eichner, -haar, -hüner, -kittel, -list, -morgen, -schuh, -wirth.
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