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Ursprung und Bedeutung der Ortsnamen im Stadtkreis Breslau

Weidendamm.

Der Weidendamm hat niemals eine besondere Ortschaft gebildet, doch wird er schon 1546 (siehe unter Morgenau), 1603 und '18 erwähnt. Im 17. Jahrhundert hieß er Langebrücken- oder Krebs- brückendamm. Die Langebrücke führte dort über die Oder, die Krebsbrücke über einen Verbindungs- arm der Piltsch mit der Oder. Der jetzige N ist zurückzuführen auf die früher dort reichlich vorhanden gewesenen Weidenbäume und -büsche, die allerwärts vorkommend vielfach zu O-Benennungen Ver- anlassung gegeben haben. Es gibt im deutschen Sprachgebiet 12 Weiden, 9 Weidenbach, mehrere -au, -hausen, je ein Weidenberg, -thal, -dorf, -hof, -wang; in der slaw. Welt: Wierzbica, Wierzbnik, Wierzbna, Wierzbno, Vrbno, Würbitz, Wirrwitz (Landkr. Breslau), südslawische: Verbas (Nebenfl. der Save), einige Vrbitza und Vrbovatz, Vrbnik, Vrbova, Vrbovec, 4 Vrbovsko, dazu Vervitza in Griechenland (doch slaw.); in Frankreich Saules, Saulces, Saulcet, Saulcy etc. und die willows in England. Auch der viminalische Hügel in Rom ist nach Weidenbüschen benannt und selbst an den Wassern zu Babel wuchsen Weiden (Ps. 137, l.2). Freilich ist es nicht sicher, daß diese letzteren zur Gattung salix gehört haben.

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Dieser Text wurde von Andreas Meininger zur Verfügung gestellt. (2005)

 
© 2005 Egon Höcker
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