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Namensgeber
In Schlesischen Stadtanlagen heißt der
"Markt" auch "Ring". Er ist die
städtebauliche Ortsmitte mit dem Recht zur
Marktabhaltung durch Handwerker, Gewerbetreibende und
Händler. Der "Karlowitzer Markt" trägt
dieser Definition Rechnung, er war auch das kulturelle
Zentrum der "Gartenstadt". Nach 1945 trug dieser
Platz verschiedene Namen Wawrzyniec Zulawski Platz
(Schriftsteller, Komponist und Alpinist), danach Klement
Gotwald Platz (erster Präsident der Tschechoslowakei
nach dem Krieg). Heute heißt der Platz "pl.
Józefa Pilsudskiego"
Begrenzung
Der "Markt" grenzt im Norden an die
"Korsoallee", im Südosten an den
"Erlenbusch" und im Südwesten an die
"Wichelhausallee".
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Topographie - Am
Markte
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Bebauung
Der fast quadratische Marktplatz weist eine gemischte
Bauweise aus; dominierend
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sind dreigeschossige Wohnhäuser mit teilweise
unterlagerten Einzelhandelsgeschäften, die von der
"Eichborn-Siedlungs-Gesellschaft" in den Jahren
1927 bis 1928 gebaut wurden;
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sind einige Wohn- und Geschäftshäuser der
Gründerjahre um das Jahr 1910;
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ist das kulturelle Zentrum, der "LINDENHOF", der
Gaststätten-Komplex mit einem integrierten Saal
für Tanz, Musik und Theater. Dieser Bau ist der Erste
am "Markte" um das Jahr 1900 errichtete Neubau;
- ist das an den "Lindenhof" angrenzende
Villenobjekt, im Osten des "Marktes", welches um
das Jahr 1920 durch den Kohlen-Großhändler
KLIEM in einem repräsentativen Baustil errichtet
wurde.
In die Anlage des Marktplatzes ist die
"Krieger-Denkmal-Anlage" für Gefallenen der
deutschen kaiserlichen Armee des Ersten Weltkrieges von 1914
bis 1918 eingeordnet worden. Sie besteht aus einem
monumentalen Granit-Denkmal, erreichbar über zwei
mehrstufige Treppen und einem großflächigen Podest
für die Ausführung des militärischen
Zeremoniells. Vor dem Denkmal ist eine Grünanlage und
einem rechteckigen etwa 10 Meter langen Wasserbecken ca. 20
cm Tiefe- gestaltet worden, die den Markt betont
verschönert hat.
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Breslau - Am Markte -
Zentrum von Karlowitz
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Der "Markt" ist im Südwesten mittels eines
integrierten "Torbogens" in die Eckenbebauung reit
der "Wichelhausallee" verbunden.
Bauweise
Sämtlichen Gebäude, unabhängig von ihrer
verschiedenartigen Nutzung weisen eine einheitliche
Traufhöhe aus.
Die Häuser sind alle in der Ziegelbauweise mit
Außenputz errichtet worden.
Persönliche Erinnerungen
Denkmal für die
gefallenen Soldaten im I. Weltkrieg 1914-1918
An der Westseite des Marktes dominierte das
"Kriegerdenkmal" mit den schön angelegten
Grünflächen und Sitzbänken.
Mit der Einführung der Allgemeinen Wehrpflicht im
"Dritten Reich" 1935, fand jeweils im März der
"Tag der Wehrmacht" und im November der
"Heldengedenktag" (heute ist das der
"Volkstrauertag") statt.
An diesen beiden Tagen richtete man im "Lindenhof"
ein Gastraum als "Wachlokal" für die
Ehrenformation der Wehrmacht ein, die in stündlichen
Rhythmus zur Wachablösung am Kriegerdenkmal aufgezogen
ist. Auf dem Denkmalpodest standen jeweils zwei Soldaten mit
geschulterten Karabinern Ehrenwache. Bei der
Wachablösung präsentierte die Wache vor den zur
Ablösung mit Paradeschritt aufmarschierenden Soldaten,
die von einem Unteroffizier befehligt wurde.
Außer diesem Zeremoniell besaßen die Wachsoldaten
immer eine besondere Anziehungskraft, denn es handelte sich
stets um Wehrpflichtige, die für diesen Dienst
ausgewählt wurden. Diese Soldaten erfreuten sich
während ihres Aufenthaltes im Wachlokal stets der
Aufmerksamkeit von Karlowitzern, die den Soldaten
Erfrischungsgetränke, Obst, Kaffee und Kuchen reichten.
Die Soldaten wurden nicht sonderlich üppig versorgt.
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Breslau - Am Markte -
Wachablösung (um 1938)
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