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Namensgeber
Die Carlowitzstraße ist die Bezeichnung für die Trasse auf
der die ersten Häuser für den im Jahre 1699 geschaffenen Ort
"Carlowitz" gebaut wurde. Urkundlich ist diese Jahreszahl
als Gründungsjahr genannt worden. Diese Strasse stellte die
Magistrale des Ortes dar, vor der nachfolgen die
Nebenstraßen angeordnet wurden.
Begrenzung
Die Straßentrasse ist halbkreisförmig und nimmt ihren Anfang
im Nordosten mit der Einmündung in die
Heinrich-von-Korn-Straße. Sie überquert die Eisenbahnlinie
Breslau-Odertorbahnhof nach Oels, tangiert die nach Nordost
abzweigende Schottwitzer-(Dorpater)-Straße, schneidet die
Konstantin-Schnier-Straße und findet Ihren Abschluß in Höhe
des Wasserwerkes Karlowitz und dem Dreieckplatz mit dem
Dorfteich, der im Volksmund genannten "Quaklake". Die
Meineckestraße wird von ihr ebenfalls eingebunden.
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Topographie - Carlowitzstraße
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Bebauung
Entsprechend der Entwicklung des Bauerndorfes Carlowitz
vom 17. bis in des 20. Jahrhundert zur Gartenstadt Karlowitz
hat sich auch die Bebauung mit Bauwerken für die
unterschiedlichen Nutzungszwecke in verschiedenen Bauweisen
gestaltet. Vom typischen eingeschossigen Bauerngehöft über
mehrgeschossige Wohnhäuser in den 20 Jahren des 20.
Jahrhundert in Klinkerbauweise bis hin zu moderneren
Wohnhäusern, die in den Jahren vor dem 2. Weltkrieg mit
Mauerziegeln und Außenputz gebaut wurden, ist die Bebauung
Ausdruck der Ortsentwicklung in unterschiedlichen
Zeitperioden. Diese Straße weist keine städtebauliche Konzeption auf.
Sie ist in sich zerklüftet, weist große ungenutzte Baulücken
auf. Jedoch kann man erkennen, daß die Carlowitzstraße den
Ursprung für die Gartenstadt darstellt.
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Carlowitzstraße
- Einmündung
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Zwischen der Heinrich-von-Korn-Straße und der Bahnlinie
sind zur Rechten, auf der nördlichen Straßenseite, in den
30iger Jahren mehrgeschossige Wohnhäuser als Reihenhäuser
errichtet worden. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite,
südwestlich, besteht eine parkähnliche
Grünanlagengestaltung. Auf der Seite zur Meineckestraße
findet man eine Bebauung für industrie-gewerbliche
Nutzung.
Zwischen der Bahnlinie und der Konstatin-Schnier-Straße
ist auf der nord-östlichen Straßenseite die Karlowitzer
Baumschule angeordnet. Diese war vorbildlich gepflegt und
bis zum Kriegsende 1945 betrieben worden.
Auf der süd-westlichen Straßenseite beginnt die Bebauung
ab dem Bahnübergang mit der Karlowitzer Dorfschule, die
später der Volksschule am Wasserturm angeschlossen wurde.
Der zweigeschossige Ziegelbau verfügt über vier Klassen und
einem Lehrerraum.
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Carlowitzstraße
- Bahnübergang
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An dieser Schule schloß sich das Birkenwäldchen an, das
für den Unterricht im Grünen genutzt wurde. Das sich in
unmittelbarer Nähe befindliche dreigeschossige
Reihenwohnhaus in Klinkerbauweise und mit Stuck-Schnörkeln
an Fassaden und Balkon aus den 20iger Jahren betrieb einmal
die Gaststätte "Zum Alten Fritz". Es folgt eine Tischlerei mit Sägewerk und
eine Villa (Carlowitzstraße Nr. 48). Zwischen der Villa
mit einem großen Garten und dem Priesterseminar befand sich eine
"Sandwüste", die vorwiegend von uns Kindern genutzt
wurde.
Zwischen der Konstantin-Schnier-Straße und der Straße An
den Brunnen, in Höhe des Karlowitzer Wasserwerkes und dem
Platz mit der "Quaklake", sind auf beiden Straßenseiten in der
Mehrzahl eingeschossige Bauernhäuser entstanden. Hier
befanden sich auch die Bäckerei "Guhr", ein Geschäftshaus
für den Fahrradhandel sowie ein Geschäftshaus, welches als
Uniformschneiderei Anfang der 20iger Jahre genutzt wurde. Das Karlowitzer Wasserwerk in Klinkerbauweise schließt
diese Magistrale des Dorfes ab. Das Wasser nahm man aus der
Quaklake. Die unbebaute Fläche südlich der Karlowitzstraße wurde
der sogenannte "Guhr-Bergel" als Spiel- und Rodelplatz
genutzt. Hier befindet sich ein Trampelpfad, der eine
Verbindung zur Korso-Allee herstellt.
Persönliche Erinnerungen
Dorfschule
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Carlowitzstraße - Dorfschule
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1935 wurde ich in der Dorfschule, die zu meiner Zeit
Bestandteil der Volksschule Nr. 63 unterstellt war,
eingeschult. Mein Klassenlehrer Eckert galt als beliebter
Lehrer, der aufgeschlossen war, sich den Kindern zuwand und
immer freundlich aussah. Mit der Versetzung in die 2. Klasse
bekam ich einen neuen Klassenlehrer, der sich auf
Rohrstock-Pädagogik verstand.
Schuhmacher Exner
In einem kleinen Bauernhaus war der Schumacher Exner in
einem nachträglich ausgebauten Laden in der Erdgeschoßzone
untergebracht. Dieser Schumacher reparierte die Schuhe
unserer gesamten Familie. Hier kauften wir auch neue Schuhe.
Wenn auch die Preise für die damaligen Zeiten für die
Leistungen und die Qualität der Schuhe angemessen waren, so
waren die Ausgaben im Rahmen des Familienbudgets sehr hoch.
Die Rechnungsbeträge konnten nicht auf einmal beglichen
werden, sondern sie wurden in Raten abgestottert. In einem
Oktavheft trug Herr Exner den Betrag ein und bestätigte die
monatlichen Ratenbeträge. Auf dieser Wiese regelten wir
unsere familiären Schuhprobleme, obwohl wir in "Kreide"
gestanden haben.
Guhr-Bergel
Auf dem Gelände des Guhr-Bergels versammelten sich nach
dem Schulunterricht viele Mädchen und Jungs aller
Altergruppen. Zwischen den Kindern aus dem Dorf und von den
anderen Karlowitzer Straßen gab es regelmäßige
Auseinandersetzungen in Form von Schneeballschlachten oder
Einseifen.. Es ging meistens um die Vorrechte zur Nutzung
des Bergels.
Armin Lufer, 12.07.2006
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Quellen/Links:
1 http://wroclaw.hydral.com.pl/12542,foto.html
2 Link zu aktuellen Bildern:
http://wroclaw.hydral.com.pl/MDAyNDk=,ulica.html
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