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Namensgeber
Korso, (ital.) Schaufahrt, Umzug; Straße für das
Schaufahren; Hauptstrasse in italienischen Städten
Begrenzung
Im Westen endet die Korsoallee mit der Einmündung
in die Trachenberger Strasse, die gleichzeitig die
symbolische Grenze zu Rosenthal bildet. Im Osten endet sie sowohl am
Drabiziusplatz als
auch mit der Einmündung in die Konstantin-Schnier-Strasse, dem eigentlichen
Kern von Karlowitz, dem Dorf.
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Topographie -
Korsoallee
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Bebauung
Die Ost-West-Achse dieser Magistrale orientiert
sich am Standort des katholischen Franziskanerklosters, des Klosters der
Ursulinerinnen auf der Nordseite der Allee und
dem Priesterseminar im Osten der Sichtachse.
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Korsoallee -
Hauptverkehrsstraße von Karlowitz
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Der Planung der Korsoallee lag nach meinen
städtebaulichen Überlegungen das Ziel zugrunde,
dass diese Strasse neben der Wichelhausallee als Magistrale der künftigen Gartenstadt
Karlowitz ausgebaut werden sollte. Gleichzeitig sollte wahrscheinlich ein
würdiger Rahmen durch ihre
großzügige Ausgestaltung für Prozessionen der
Katholischen Kirche und für Aufmärsche der
Karlowitzer Militärgarnison zur Verfügung entstehen.
Die Korsoallee wurde als zweispurige Strasse mit großformatiger Granitsteinpflasterung
beidseitigen Fahrradwegen und breiten Gehwegen
geplant, die eingerahmt ist durch eine Laubbaumallee. Hier pflanzte man vorwiegend
Kastanien. Im Bebauungsplan sah man in der Gesamtlänge Villen
mit Vorgärten vor, die durch Einfamilienhäuser und
im Bereich des Karlowitzer Parks und des Drabiziusplatzes mit nur eingeschossigen
Mehrfamilienwohnhäusern zu ergänzen waren.
Bis heute verwirklicht man dieses Konzept. Die Baumallee hat sich in Jahrzehnten zu
einem Baumtunnel weiterentwickelt und wurde auch keiner Weise durch
eine wesentlich größere Verkehrsdichte beeinträchtigt.
In der Alleenkonzeption spiegelt sich die
gelungene Einordnung der grünen Großgaststätte "Korsogarten", der Karlowitzer Park, der
"Lindenhof" am Markt und die von der Korsoallee
abgehenden Nebenstrassen wider.
Der nach 1945 anstelle der ehemaligen kleinen Polizeiwache an der Kreuzung mit der
Wichelhausallee errichte Bau einer Gaststätte ist
zwar ein architektonischer Einschnitt; dieser wir
jedoch durch die voluminösen Kastanienbäume
kaschiert! Die Korsoallee war und ist das Herzstück der
Gartenstadt Karlowitz!
Persönliche Erinnerungen
Der Fliegende Trebnitzer
In der Einmündung der Korsoallee in die
Trachenberger Strasse war die Haltestelle "Korso
Allee" der Breslauer Kleinbahn angeordnet. Diese
Kleinbahn mit ihrem Bahnhof am Benderplatz war die
Erlebnisbahn eines jeden Breslauers, der einen
Ausflug in das Katzengebirge und nach Trebnitz an
den Wochenenden und Feiertagen- machen wollte.
Diese Bahn hatte auch eine wirtschaftliche
Bedeutung; denn die Bauern ließen ihre Waren zum
Breslauer Markt - auf den Neumarkt oder auf den
Blücherplatz oder in die Markthallen - mit diesem
Zug von ihren Dörfern in die Stadt fahren.
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Fliegender Trebnitzer
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Im Volksmund hieß die Kleinbahn "DER FLIEGENDE
TREBNITZER", mit der man während der Fahrt Blumen
pflücken konnte; denn die Fahrtgeschwindigkeit war
sehr gering.
Im Vorschulalter fuhr ich mit einer Kindergruppe
verschiedentlich mit dieser Kleinbahn von
Karlowitz nach Trebnitz über Hünern. Diese
Bahnfahrten sind bis heute in meinem Gedächtnis geblieben!
Nach 1945 stellte man den Bahnverkehr ein. Die
gesamte Trasse wurde demontiert und Teile davon
kann man in einem kleinen Museum am ehemaligen
Schiesswerder Platz heute besichtigen.
Armin Lufer, 09.03.2006
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