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Gästebuch für Breslaufreunde und -forscher
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Name:
Peter Merbt
Datum:
Do, 19.08.2010, 21:15:11
Mein Vater war im Frühjahr 1945 Sanitäter in Breslau. Er berichtet folgendes aus der Zeit vom Verbandsplatz im Bankhaus Rosenthaler Straße:
20.April 1945
... Plötzlich entsteht Unruhe. Eine ältere Frau kommt die Treppe herab. Sie führt ihre jammernde, hochschwangere Tochter herein, geht mit ihr auf den Doktor zu. „Helfen Sie ihr, Herr Doktor!” ruft sie. „Sie hat schon die Wehen, es kann jeden Moment losgehen, und wir haben keine Hebamme mehr in der Straße. Helfen Sie uns!”
Ich sehe unseren Doktor erbleichen. „Gute Frau”, sagt er. „ich bin kein Geburtshelfer, ich hab sowas noch nie gemacht. Wenn das Kind eine normale Lage hat, kommt es schon von allein. Abnabeln könnte ich es auch noch; aber eine Wendung oder gar einen Kaiserschnitt...?” Er hebt die Schultern, schaut uns an. „Wer getraut sich denn mitzumachen?” - Großes Schweigen. Die junge Frau jammert. Da zeigt er auf mich. Ich? Wieso denn ich? Großer Himmel!
Wir gehen in den Verbandraum, jetzt kommt auch noch die Schwiegermutter und entkleidet die Schwangere. Ich glaube, ich zittere am ganzen Körper. Ich junger Spritzer soll... aber wenn der Doktor zu mir so viel Vertrauen hat...
Dann geht alles ganz schnell. Das Kind kommt zur Welt, ein putziges kleines Mädchen. Auf einmal müssen wir heulen. Die ganze Zeit über haben wir es nur mit angeschlagenen und sterbenden Leuten zu tun gehabt, und nun kommt auf einmal so ein hilfloses kleines Menschenkind zur Welt. Kopfschüttelnd sehe ich zu, wie der Doktor das Kind abnabelt, reiche ihm Instrumente und Verbandzeug zu, ganz Sani wie immer.
Wir gratulieren der glücklichen Mutter und auch der Oma. Sie sind voller Dankbarkeit. Der Doktor gesteht mir heimlich, daß er ein bißchen stolz auf sich ist, und ich freue mich über das Vertrauen, das ich bei ihm genieße. Wenn ich das Ende der Festung überlebe, so habe doch auch ich zugenommen an Wissen, Können und Selbstvertrauen.
Wenn ich mir das kleine Mädchen so betrachte, wünsche ich ihm von ganzem Herzen, daß ihm das Leben gelassen wird, bei allem, was hier noch auf uns zukommen mag. Ob dieser Wunsch in Erfüllung gegangen ist, weiß ich nicht. Wir haben nie wieder etwas voneinander gehört. Unser Dasein besteht ja nur noch aus jetzt und heute. Wir genießen das aus vollem Herzen, und unser Vorrat an Alkohol wird an diesem Abend sichtlich kleiner. Prost, ihr alle, die ihr noch lebt!
(Martin Selber: Breslau! Ein Tagebuch (unveröff.)
Vielleicht hat jemand diese Geschichte aus anderer Perspektive gehört und weiss, was aus dem Mädchen geworden ist.
Gruß aus Magdeburg
Eintrag: 1
kl.-p.merbt (αt) web.de
Name:
Dieter T h o m a s
Datum:
Mo, 09.08.2010, 15:47:58
Hallo Günter Rudolph,
der Garagenhof vom Eigentümer Albert Roßdeutscer befand sich in der Anderssenstr. 56, direkt neben dem Schulkomplex mit der sog. Anderssenschule.
Hinweise auf den Luftsportverband oder Walter Rudolph sind unbekannt.
Ichkann Ihnen einen Stadtteilplan von der Tschepine, in der sich die Anderssenstr. befindet schicken. Sie müßten mir Ihre postalische Anschrift mitteilen, dann schicke ich den Plan. Leider ist mein Scanner defekt, deshalb kann ich nicht mailen.
Aus der Anderssenstr. 56 haben sich um 1948 in der Flüchtlingsliste mit den Adressen am Fluchtende gemeldet:
Alfred Babner; Frau Honisch; Jordan H.; Frau Kammer mit Tochter. Besonders bei Frau Kammer ist die weitere Suche lohnenswert, da die Tochter sicher noch leben kann. Von den Nachkommen der Aufgeführten könnten Sie Hinweise zu Ihren Fragen erhalten.
Dieter T h o m a s !
Ich bin dort zur Schule gegangen und wohnte in der Posener-Str. 75.
Eintrag: 2
dimoto (αt) web.de
Name:
günter rudolph
Datum:
Fr, 06.08.2010, 09:48:26
Hallo breslauer
wer weis mehr über den luftsportverband von breslau mein vater walter rudolph war mitglied .
wer kennt die firma rossdeutscher garagen und kohlehandlung in der andersenstr. mein vater war vieleicht dort kraftfahrer.
in januar 1945 musten wir breslau verlassen und kammen nach wünschelburg in der kornbrennerei unter wer weis was.im voraus vielen dank.
mit gruss rudolph
Eintrag: 3
guenterrudolph (αt) gmx.de
Name:
Jutta Laios
Datum:
Di, 03.08.2010, 22:52:52
Hallo Annette Strelow
das Lied stammt von Hans Arno Simon , er spielte es mit seinem Orchester und H.A. Simon hat das Lied auch gesungen. Die Platte wurde in Deutschland produziert von Metronome Records, vielleicht können Sie von dort die Noten erhalten, da es ja auch eilt. Ich habe zwar die Platte aber nicht die Noten.
Viel Glück
Jutta Laios
Eintrag: 4
Jutta.Laios (αt) web.de
Name:
Magdalena Hönisch Tunk
Datum:
Di, 03.08.2010, 16:13:25
Hallo lieber Herr Höcker,
ich dachte ja immer, Sie melden sich mal und schreiben mir oder besser hier in Ihrem Gästebuch
wie Ihnen mein Buch
„Lerge, Lerge das war eine Zeit“
gefallen hat. Sie waren doch damals so gespannt darauf es zu lesen. Oder kommen Sie bei Ihrer vielen, lobenswerten Arbeit einfach nicht dazu?
Am 2. 8. rief mich Frau Annette Strehlow an und fragte mich nach den Noten für das Lied
„Ich bin eine Breslauer Lerge.“ Nun bin ich ja wirklich eine Waschechte, aber ich habe nicht gewusst, dass es dieses Lied überhaupt gibt, geschweige denn die Noten dazu.
Ich empfahl ihr, sich bei Ihnen einzutragen, was sie ja auch gemacht hat.
Ich bin gespannt was dabei herauskommt.
Herzliche Grüße an alle Breslauer und besonders an meine lieben Leseratten, von denen ja immer wieder einmal etwas hier zu lesen ist.
Bleibt gesund!
Magdalena M. Hönisch Tunk
Eintrag: 5
m.hoenischtunk (αt) web.de
Name:
Dieter T h o m a s
Datum:
Mo, 02.08.2010, 18:17:27
Werter Herr Kursawe,
folgen Sie den im "Gästebuch" und "Forum" gelb markierten "Hinweisen für eine gezielte Suche!"
Viel Erfolg - Dieter T h o m a s !
Eintrag: 6
dimoto (αt) web.de
Name:
annette.strelow
Datum:
Mo, 02.08.2010, 12:33:59
ich suche die noten für das lied
ICH BIN EINE BESLAUER LERGE
leider drängt die zeit, denn wir wollen das lied gerne auf der beerdigung meiner oma spielen.
vielen dank,
annette strelow
Eintrag: 7
annette.strelow (αt) t-online.de
Name:
Theo Kursawe
Datum:
So, 01.08.2010, 15:28:09
Hans-Theo Kursawe aus Essen am 01.08.2010
Hallo Freunde Breslaus / Wroclaws!
Mein Vater als auch meine Person sind in Recklinghausen, im westfälischen geboren.
Aber meine Großeltern väterlicherseits gebürtige Breslauer. Mein Großvater hieß Franz und meine Oma Maria war eine geborene Korczonek und wenn ich mich mit meinen 71 Jahren recht erinnere in Schlaupe, südlich von Breslau zu Hause. Beide waren um 1875 geboren. Leider sind aus vielerlei Gründen, auch die Bereisbarkeit des schönen Schlesiens war ja lange Zeit infrage gestellt und die mir bekannte Verwandtschaft auch schon inzwichen verstorben. Im letzten Mai konnte dann ein Geburtstagsgeschenk meiner Söhne und Schwiegertochter zu einem Kurztripp nach Breslau eingelöst werden. Hier, an dieser Stelle noch eimal ein herzliches Dankeschön. So konnte ich die wunderbare Stadt, soweit die Zeit es zuließ, in Augenschein nehmen und mich auch an der Bedeutung dieses Ortes aus der vor 1945 Zeit erfreuen.
Vielleicht ließt jemand meiner Vettern und Kusinen, oder Kenner dieser, diese Zeilen und kann mir bitte antworten!
Noch eine kleine Bitte. Kann mir jemand eine EMAIL-Adresse und Anspechpartner von der Stiftung "Schloss Stein" nennen?
Nun auch ein Lob für die viele Arbeit zur Gestaltung dieser Seiten!
Nun noch einen schönen Sonntag und weiter so!
Ihr Hans-Theo Kursawe aus 45128 Essen.
oder "T.Kursawe (αt) gmx.de"
Eintrag: 8
T.Kursawe (αt) gmx.de
Name:
Manfred Gotsch
Datum:
Mo, 26.07.2010, 22:28:29
Hallo liebe Breslauer - Tschepiner,
soeben erhalte ich von Jerzy aus der Tschepine / Szczepin eine Mail mit der Nachricht, dass das Treffen nun am 21. September in Breslau statt findet.
10:00-10:15 - Begrüßung der ehemaligen und jetzigen Einwohner von der Tschepine in der Kirche Christus König
10:15–11:30 - Auftritt der Vorschulkinder zur Geschichte des Stadtteils der Tschepine
11:30–12:00 - Kaffeepause
12:00-14:00 – ehemalige deutsche Einwohner der Tschepine lesen vor
15:00-16:00 - Mittagspause
17:00 - ökumenisches Gottesdienst in der niedrige Kirche Christus König
Bitte mailt oder telefoniert mir, ob Ihr daran teilnehmen werdet.
Ab morgen bin ich abends immer, außer am kommenden Samstag unter der Telefonnummer 0203 - 3638769 zu erreichen.
Es wäre schön wenn wir uns dort alle treffen könnten.
Herzliche Grüße
Manfred Gotsch
Eintrag: 9
manfred.gotsch (αt) gotsch-online.de
Name:
Lindner,Edith
Datum:
Mo, 26.07.2010, 18:25:15
Liebe Breslaufreunde,
meine Einträge zu meiner in Breslau geb.Mutti sind nun schon länger her.Auf das Klassenfoto der Matthiasschule und durch eigene Suche,sind wir nur auf eine Mitschülerin aufmerksam gemacht worden,worüber wir uns auch schon sehr freuten.
Leben noch die Kinder der Familie Barth( er war Zimmermann)von der Matthiasstr. 174 noch.Soweit meine Mutti noch die Namen weiß, Herbert,Irene und Erwin. Sie hatten aber auch ein Pflegekind,namens Ursula Jiru,mit der meine Mutti öfter spielte. Kennt zufällig jemand diese Familie.
Eine andere Frage gilt der Familie Jerusel. Er war der Direktor vom Kaufhaus Barasch und ihre Tochter Ingrid Jerusel,die mit meiner Mutti zusammen gelernt hat und dann später ihren Traumberuf Tänzerin ausübte,hat nie wieder was von ihr gehört. Es hieß,sie wären von einem Frontauftritt nicht zurückgekehrt,wobei das meine Mutti eben nie hundert prozentig erfuhr.Wir würden uns riesig über Hinweise freuen. In diesem sinne alle lieben Grüße an alle Breslauer
Edith Grübner ( früher Lindner)von der matthiiasstr, und ihre Tochter Astrid Grübner
Eintrag: 10
ritter-harras (αt) web.de
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