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Die Babarakirche
Nikolaistraße

Das heutige Bauwerk der Kirche ist etwa um die Wende des 14. und 15. Jahrhunderts als einschiffige, kreuzgewölbte Hallenkirche mit zwei kurzen Seitenschiffen und zwei Türmen errichtet worden. Allerdings wurde nur der südliche Turm ausgebaut. Eine besondere Zierde war die am Turmstrebepfeiler stehende Barbarastatue, die freilich nur noch stark verstümmelt erhalten war. Die Barbarakirche erfüllte den Besucher mit einem besonders starken Gefühl von Traulichkeit und Heimlichkeit. Ihr gehörte einmal der aus dem Jahre 1447 stammende Barbara-Flügelaltar, der zu den wertvollsten Stücken mittelalterlicher Kirchenkunst zählte. Die vielen Epitaphien der Barbarakirche erzählen, dass Vertreter der vornehmsten Adels-, Rats- und Stadtgeschlechter Breslaus in ihr Heimat gefunden hatten. Die Kirche war reich an wertvollen Erinnerungen aus längst vergangenen Zeiten.

Die "Pesttür" von 1632, eine wertvolle Rennaissancearbeit, trug die Inschrift:
    "Dein End, o Mensch, ist vor der Tür, tu buß, weil du noch lebst allhier."

Die 1525 evangelisch gewordene Kirche besaß 900 Sitzplätze. Seit 1741 war sie Garnisonskirche. 1874 wurde sie nach langen Verhandlungen selbständige Parochialgemeinde.

Bis zum Schluss ihres Bestehens besaß sie als eine der ganz wenigen Kirchen der Stadt Breslau ihr schönes Dreigeläut. Am schönsten war die Kirche am Heiligen Abend bei der Christnachtfeier. Da kam ihre ganze Schönheit und Traulichkeit so recht zum Ausdruck. Die Barbarakirche ist am 11. Mai 1945 angezündet wurden. Die Trümmer des Pfarrhaus beseitigte man. Heute ist die Kirche in katholischer Nutzung.


Anschrift Nikolaistr. 38/39
Pfarrhaus Nikolaistr. 38/39
Seelenzahl ca. 21 400
Begräbniskirche Friedrich-Wilhelm-Str. 42-48
*Geistliche Matzke (1908), + 1950 Görlitz (pens. 1939)
Henckel (1939), Sup. von Lützen
Hornig (1928), Görlitz, Bischof von Schlesien D. theol. (pens. Dez. 1963)
Wenzel Lic. Dr. (1940), Professor in Braunschweig a.D. Pädag. Akademie
Beamte Simon, Oberorganist und Kantor
Kubitza, Rendant
Lange, Küster 
Schödel, Gemeindediakon 
Friedhof In Cosel

Angaben von 1940

Archiv - Family History Library Catalog

Taufen Heiraten Tote
    1852-1858  8648829

Quelle:  Intellectual Reserve CD 2000

 
© 2004 Egon Höcker
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