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Die Elftausend-Jungfrauen-Kirche
Mathiasstraße

Um 1400 wurde auf dem Elbing nördlich der Stadt für das "Aussätzigen - Frauen - Hospital eine Kapelle den Elftausend Jungfrauen geweiht. Hier betreute man vermutlich kranke Frauen. Nach der Legende erlitten die Elftausend Jungfrauen mit der Heiligen Ursula durch die Hunnen, die die Stadt Köln belagerten, den Märtyerertod. Die Kapelle wurde während der Reformationszeit im Jahre 1525 evangelisch. Da das Gotteshaus außerhalb der Stadtmauer lag, opferte man 1529 während der Türkengefahr und 1806 während der französischen Belagerung. 1808 baute Langhans die Kirche wieder auf.

Die Kirche stellt einen Zentralbau dar und dient so ganz bewusst als Predigtkirche im evangelischen Sinne. Im Mittelpunkt steht der Kanzelaltar und lässt den Prediger von allen Plätzen sehen. Das einfache, schlichte Gotteshaus hat als Hauptschmuck die Kuppel mit einer Spannung von 23m. Die Kuppel selber ruht auf, zwölf Rundbogen, die auf zwölf Pfeilern aufsitzen. An der Kanzel fielen dem Besucher die schlichten, vergoldeten Figuren Christi und der vier Evangelisten auf, rechts und links von ihr waren die gemalten Brustbilder von Luther und Melanchthon zu sehen. In der Vorhalle der Kirche standen in Abgüssen die Büsten von Luther und Bach. Die Kirche liegt wunderschön im Grünen, halb Park, halb Friedhof. Der Friedhof selber ist seit 1869 geschlossen, auf ihm liegt auch begraben die Dichterin des schönen Abendliedes:


"Wie könnt ich ruhig schlafen in dunkler Nacht, wenn ich, o Gott und Vater, nicht Dein gedacht."
Agnes Franz

Ihr Grabmal war bis zuletzt erhalten und wurde besonders gepflegt.

Während der Festungszeit wurde die Kuppel der Kirche durch eine Granate durchschlagen. Die erhalten gebliebene Kirche wurde nach 1945 eine katholisch-polnischen Garnisonskirche.


Anschrift Mathiasstraße
Pfarrhaus Elbingstr. 1
Seelenzahl ca. 33 000
*Geistliche Lierse, Stadtdekan (1908)
Blümel Dr. (1912), + 1948
Altmann (1915), + 1950
Steinert (1926), + 1948
Meissner Dr. (1937), gefallen 1945
Beamte Burkert, Kirchenmusikdirektor, Kantor und Organist
Göldner, Rendant
Lillge, Küstner
Herms, Friedhofsverwalter
Pollot, Gemeindediakon 
Friedhof Breslau - Rosenthal

Angaben von 1940

Archiv - Family History Library Catalog

Taufen Heiraten Tote
1740-1764  14567371742-1766  14567371749-1755  1456737
1788-1790  864895    
1810-1818  864895 1810-1818  8648951810-1818  864895
1822-1824  864895 1822-1824  8648951822-1824  864895
1823   864895 1833   8648951833   864895
1839-1841  864895 1839-1841  8648951839-1841  864895
1842-1858  864896 1842   8648961842   864896
  1843-1865  864897  
1843-1844  8648981843-1844  8648981843-1844  864898
    1849-1861  864898
1859-1865  864899   1862-1871  864899

Quelle:  Intellectual Reserve CD 2000

 
© 2004 Egon Höcker
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