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![]() Von den sechs neuen große evangelischen Gotteshäusern konnte man die Erlöserkirche wohl als die modernste in Breslau bezeichnen. 1899 war eine Abzweigung von der Elftausend-Jungfrauen-Gemeinde vorgenommen wurden. Für die neue Gemeinde weihte man am 2. Septemper 1904 auf dem sogenannten Heumarkt die Erlöserkirche ein. Die Kirche besaß 1000 Sitzplätze und 500 auf den beiden Emporen. Der Baustil war im geschichtlichen Sinne nicht einheitlich durchgeführt. Er lehnte sich an romanische Formen eng an, verwendete aber auch Motive der deutschen Renaissance, so besonders in den mächtigen Querschiffgiebeln und dem lebhaft profitierten Turmhelm, der in einer Höhe von 81 m in dem der Turmknopf krönenden Kreuze endigte. Altar, Kanzel und Orgelempore waren übereinander gebaut. Am Eingang des Gotteshauses grüßte der Heiland mit den anbetenden Engeln den Besucher von der Höhe eines mächtigen Sandsteinportals. Der Altarschmuck veranschaulichte die Erlösung Jesus: Zwischen dem in Hochrelief aus weißem Kalkstein herausgearbeitetem Bild vom Seelenakmpf Jesus in Gethsemane und dem Bild des Auferstandenen vor Maria Magdalena stellte das Mittelstück das Bild des Erlösers am Kreuz dar. Die während der Festungszeit starkt beschädigte Kirche baute man nicht mehr auf. Von der Anlage blieb das Pfarrhaus erhalten.
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