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![]() Sie war das Gotteshaus für die Evangelisch-Reformierten Breslaus. 1749 ist sie entstanden, nachdem der erste Bau in seinen Anfängen durch Blitzschlag vernichtet wurde. Viele sind auf der Karlstraße an der Hofkirche vorbeigegangen, weil die Kirche ein wenig versteckt hinter der Häuserreihe der Straße lag. Ihr Glockenturm überragte nur um ein Geringes die mächtig emporwachsenden Nachbarhäuser. Sie entspricht in jeder Weise in ihrem Äußeren der Schlichtheit der reformierten Art. Ihr Barockstil ist in keiner Weise prunkvoll, der Innenraum ohne jeglichen Schmuck, in "Weiß-Gold" gehalten. Das Ganze ist ein stützenloser ellipsenförmiger Rundbau. Mit den erst von Hofprediger Renner eingebauten Emporen besaß die Kirche bis 1000 Sitzplätze. 1742 erlaubte Friedrich der Große den Reformierten in Breslau die Ausübung ihrer Gottesdienste. Eine besondere Bedeutung hat die Hofkirche dadurch, dass in ihr der große Theologe Schleiermacher am 27.11.1768 getauft worden ist. 1820 erhielt das Gotteshaus vom König von Preußen den Namen "Hofkirche", 1900 der erste Geistliche den Titel "Hofprediger". Zur Kirche gehörten Pfarrhaus, Gemeindehaus und ein Hospital. Das Pfarrhaus wird auch in Gustav Freitags Roman "Soll und Haben" erwähnt. Das Gotteshaus ist erhalten geblieben und hat den Restgemeinden Breslaus nach der Festungszeit als Gottesdienststätte gute Dienste geleistet. Heute benutzt die Kirche die evangelisch-polnische Gemeinde.
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