Breslauwappen


Sonstige Kirchen

Geschichte von Breslau

Astronomische Uhr

Breslau-Land


Die Johanneskirche
Hohenzollernstraße

Zu den jüngsten Breslauer Kirchen zählte die Johanneskirche, ein Zentralbau, der 1909 entstand. Im Süden der Stadt gelegen, gehörten zu ihr weithin die bestsituiertesten Bürger der Stadt. 1910 trennte man die Johnnesgemeinde von der Salvator- und von der Magdalenengemeinde. Am 1. Advent 1909 konnte die neue Kirche eingeweiht werden.

Bildhauerei und Kunstschlosserei haben in besonderer Weise das Bild der Kirche geprägt. Erinnert sei nur an das mächtige Relief über dem Hauptportal der Kirche, darstellend die Taufe Christi mit den beiden Jonannesgestalten. Besonders zur Feier stimmend war das gewaltige Kruzifix, das vom Altarraum her den Besucher der Kirche grüßte und in seinen Bann nahm. Eine besondere Kostbarkeit stellte die in Marmor gehaltene Kanzel der Johanneskirche dar, ein Kunstwerk im besten Sinne des Wortes. Sie besaß ca. 1400 Sitzplätze.

Die Kirche befand sich im Hauptkampfgebiet während der Festungszeit und sie wurde durch Beschuß schwer beschädigt. Heute soll sie durch polnische Kapuzinermönche wieder genutzt werden.


Anschrift Hohenzollernstraße 86,88,90
Pfarrhaus Hohenzollernstr. 90 2
Seelenzahl ca. 31 000
Gemeindehaus Hohenzollernstr. 88
Kleinburgstr. 27,29
*Geistliche Reinhardt (1912), (1946 Stadtdekan von Breslau)
Müller Lic. (1918)
Loheyde (1929), tödlich verwundet 1945
Alberty (1935), gefallen 1942
Burchard (1939), +1960
Dubke (1942)
Albertz (1939), (war Bürgermeister von Berlin-West)
Leder (1944)
Beamte Ehrenberg, Kantor und Oberorganist
Rausch, Rendant
Hoffrichter, Küster
Friedhof Ende Lohestraße
Treninstraße 47-49

Angaben von 1940



____________
Geistliche aus dem Buch "Entstehen und Vergehen der evangelischen Kirchen Breslaus" von Ulrich Bunzel
Bergstadtverlag Wilh. Gottl. Korn, München 1964
* Die Klammern nach dem Name (Jahr) bedeutet Amtsantritt
 
© 2004 Egon Höcker
Fragen und Anregungen zur Website?