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1910 wurde der erste Spatenstich zum Bau der wunderschönen Pauluskirche getan.
Am 17. März 1913, dem Tage des hundertjährigen Gedenken an den Aufruf "An mein Volk"
wurde auf dem alten Friedhof vom St. Barbara, die größte und umfangsreichste
kirchliche Anlage Preußen, in Gegenwart von Prinz Friedrich Wilhelm von Preußen
geweiht.
Postkarte - Friedrich-Wilhelm-Straße und Frankfurter Straße mit Pauluskirche
Die Pauluskirche
stand inmitten einer ganzen Baugruppe: Pfarrhaus, Gemeindehaus und alles
andere war mit der Kirche verbunden. Die Kirche ist ein Langschiff mit
Kreuzflügeln und zwei schmalen Seitenschiffen. Der 65 m hohe Turm löste sich
über der Glockenstube in kleine Zwillingstürme auf. Das herrliche Sechsgeläut
wurde der Kirche schon im ersten Weltkrieg genommen. Mit ihren beiden Emporen
besaß die Kirche 1400 Plätze. Über dem Altar befand sich eine in Lebensgröße
holzgeschnitzte Kruzifixusgruppe.
Die Breslauer werden den schönen stolzen Anblick, den die Pauluskirche bot,
niemals vergessen können. Die ganze Anlage mit der Gruppe der Gebäude
und dem von einem großen Zaun eingeschlossenen Innenraum mit seinem
gepflegten Baumbestand, mit den weinumrankten Häusern, mit den reizend
eingebauten Loggien, den roten Ziegeldächern, den kleinen Türmchen
und Verzierungen, mit den grünen Rasenflächen und den einzelnen
gepflanzten Gärtchen ließ die Anlage dem Getriebe der Großstadt fast
entrückt erscheinen.
Pator Bederke war von Anfang des Bestehens der Kirche an , von 1912-1929
Pastor an der Pauluskirche. Er war sehr beliebt, besonders durch seine
volkstümliche Predigtweise, seiner vorbildlichen sozialen Tätigkeit und seines
Humors.
In der "Festungszeit" wurden die gesamten kirchlichen Anlagen auf Befehl des
Gauleiters Hanke gesprengt, so daß von der gesamten Anlage nur noch Schutt und Trümmer
übrig blieben.

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Anschrift |
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Frankfurter Straße |
| Pfarrhaus |
An der Pauluskirche 1 und 3,
Lohbrück |
| Seelenzahl |
ca. 40 000 |
| Gemeindesaal |
Frankfurter Straße 30 |
| *Geistliche |
Viebig (1912), + 1940 in Breslau
Haak Lic. Dr. (1919), 1937 nach Berlin gegangen
Bornitz (1930), ermordet auf Befehl der Gestapo (1945)
Beckmann (1930)
Vietzke (1930)
Schmidt (1939)
Langer (1940), gefallen 1941 (Maria-Höfchen)
Stender (1940), + 1946
Brusdeylins (1941), + 1950
Richter (1941)
Magner (1944)
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| Beamte |
Axenfeld, Kantor und Oberorganist
Brost, Küster u. Rendant
Benz, Gemeindediakon |
| Friedhof |
In Breslau-Cosel
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Angaben von 1940
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Geistliche aus dem Buch "Entstehen und Vergehen der evangelischen Kirchen
Breslaus" von Ulrich Bunzel
Bergstadtverlag Wilh. Gottl. Korn, München 1964
* Die Klammern nach dem Name (Jahr) bedeutet Amtsantritt
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