
Storch-Synagoge (Foto vor 1945)
Die Geschichte der "Storch-Synagoge"
auf dem Grundstück "Zum Weißen Storch" ist in einem besonderen
Artikel beschrieben. Die
Synagoge war nach Plänen von Carl Ferdinand Langhans an der Wallstraße
Nr. 7/9 im Jahre 1829 erbaut worden und galt als die erste zentrale Breslauer
Synagoge, mit der die vielen kleinen Bethäuser aufgehoben werden sollten. Die
Einweihung fand am 10. April 1829 statt. Die Synagoge diente zunächst den
liberalen Juden. Erst als diese ihre "Neue Synagoge" (Am Anger) erhielten,
diente sie den Orthodoxen als Gotteshaus, die zuvor noch immer die Synagoge "Zum
Tempel" benutzten. Während des Nationalsozialismus war die Synagoge
entgegen anderen Behauptungen noch bis 1941 in Benutzung, nach der polnischen
Okkupation Breslaus sogar noch bis 1969 für den kleinen Kreis polnischer Juden.
Danach diente sie als Lagerraum.
Seit 1997 bis heute finden umfangreiche Sanierungsarbeiten statt.
Jedoch kann man nach Anmeldung im Gemeindebüro die
Synagoge von Montag bis Freitag von 10.00 bis 14.00 Uhr besichtigen. Am letzten
Sonntag des Monats gibt es jüdische Musik zu hören. Nicht nur Mitglieder der
Gemeinde, sondern auch viele Gäste lassen sich dann von den Konzerten und der
Atmosphäre des Raumes anziehen.
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Quellen: Die Breslauer Juden 1850-1944, Maciej Łagiewski, 1996;
Das Breslauer Lexikon, Gerhard Scheuermann, 1994,
Laumann-Verlag Dülmen
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