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Winter - Ohlehafen
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Draußen lag tiefer Schnee, zu Hause war es warm und
gemütlich.
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Winter - Oderpartie mit Kreuzkirche und Dom
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Es war Krieg, aber in Breslau spürten wir nichts davon.
Zwar war alles dunkel, keine Laterne brannte, aber das waren
wir schon gewöhnt. Mutti stand schon den ganzen Tag in der Küche und
bereitete die Weihnachtssoße vor. Es gab - wie immer - Polnische Soße ( aus Pfefferkuchen
und Bier und Wurzelwerk zubereitet) und dazu schlesische
weiße Würstchen und polnische geräucherte Würstchen mit
Kartoffeln und Sauerkraut.
Ich brauchte in der Küche nicht zu helfen, Vati hatte
sich im "Weihnachtszimmer" eingeschlossen, um den
Weihnachtsbaum zu schmücken, nur mit Lametta und weißen
Kerzen. Bis es los ging, saß ich in meinem Zimmer und las ein bißl. Am späten Nachmittag kamen die Große und die Kleine, so
sagte ich zu ihnen. Die Kleine war eine gute Freundin von
meiner Tante Lissy, die Große Ihre Mutter . Sie war so etwas
wie eine Ersatzoma für mich, denn ich hatte keine Großeltern
mehr. Wir aßen alle zusammen in gemütlicher Runde unsere
Weihnachtsmahlzeit. Dann halfen alle der Mutti in der Küche
und der eigentliche Weihnachtsabend begann.
In Vatis Zimmer, dem Herrenzimmer, stand außer seinem
Schreibtisch und dem Bücherschrank auch ein Klavier. Jetzt
kam meine große Stunde: ich spielte 4 Weihnachtslieder,
zuletzt immer "Stille Nacht, Heilige Nacht". Alle sangen mit
und es war sehr feierlich. Dann öffnete Vati die Tür zum Weihnachtszimmer, die
Kerzen am Weihnachtsbaum brannten, und darunter lagen die
Geschenke. Mutti bekam ein Kaffeeservice aus Bunzlauer
Porzellan mit dem neuesten Dekor. Ich einen neuen
Wintermantel und ein Buch.Später gab es dann noch meine geliebten Mohnklöße und ich
war glücklich und zufrieden.
Vor dem Einschafen las ich noch in dem neuen Buch und
freute mich sehr über den schönen Abend, denn an diesem Tage
wußten wir nicht, daß es das letzte Weihnachtsfest zu Hause
ist.
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