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Die Verehrung des hl. Adalbert begann bald nach seinem Martyrertode am 23.04.997 er wurde schon 999 von Papst Silvester II. heiliggesprochen. Seine Gebeine erwarb Boleslaus Chrobry und bestattete sie in Gnesen. Von dort holte sie Bretislaw von Böhmen 1038 nach Prag. Die St. Adalbert-Kirche in Breslau ist eine der ältesten Kirchen der Stadt. Vielleicht an der Stelle einer schon im 11. Jhh. errichteten Kapelle zu Ehren des hl. Adalbert erbaute Boguslaus, der Bruder des Peter Wlast, eine Kirche, die von Bischof Siroslaus 1. (1112-1120) eingeweiht wurde. Sie lag an der von Süden nach Norden laufenden Handelsstraße, an der sich auch deutsche Kaufleute niedergelassen hatten. Deshalb wurde die Seelsorge an dieser Kirche den aus dem Westen stammenden Augustiner-Chorherren übertragen. In der Schutzurkunde des Papstes Eugen III. vom 19. 10. 1148 erscheint die Adalbertkirche im Besitz der Augustiner Chorherren in Gorkau am Zobten. Am 17.4. 1226 tauschte Bischof Lorenz (1207-1232) die Adalbertkirche vom Abt Witoslaus ein und übergab sie den Dominikanern. Kirche und Kloster wurden 1244 durch die Mongolen vernichtet. Mit dem Neubau wurde etwa 1250 begonnen, mit dem Hochchor erst nach 1300. Bischof Nanker (1326-1341) weihte die neue Kirche ein. Der Turm stammt aus dem Jahre 1359. Vor 1487 erfolgte ein Ausbau der Kirche, das Hauptschiff wurde verlängert und die Mauern erhöht. 1501 fand die Grundsteinlegung zu einer Kapelle des hl. Vitus statt, an deren Stelle 1667 die St. Josefs-Kapelle geweiht wurde. Von 1715-1718 erbaute P. Ceslaus Schmal an der Stelle einer älteren Kapelle die Ceslauskapelle, in der die Gebeine des hl. Ceslaus beigesetzt sind. 1730 erhielt sie die Weihe. Kirche und Kloster wurden 1810 säkularisiert. Das nordöstlich angrenzende Kloster war zunächst Montierungsdepot, es wurde nach 1900 bis auf das Refektorium (Remter) abgebrochen für den Neubau des Paketpostamtes. Die Klosterkirche ist seit 1818 Pfarrkirche, an der ein Pfarrer, Kuratus und Kaplan wirkten. Die St.-Josefs-Kapelle, bis 1912 als Lagerraum benutzt, dient seitdem wieder kirchlichen Zwecken. Bei der Belagerung 1945 wurde die Adalbertkirche schwer zerstört, verschont blieb die Ceslauskapelle. Quelle: Die katholischen Kirchen Breslaus, Dr. Kurt Engelbert/Josef Engelbert, 1961, 2. Auflage |
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