| Die St. Agnes-Kirche in Breslau Masselwitz
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St. Agnes-Kirche (Foto vor 1945)
Groß und Klein Masselwitz gehörten ebenfalls ursprünglich zur Pfarrei St.
Nikolaus in Breslau. 1830 waren dort 38 Katholiken, die einen Weg von 9 km bis
zur Kirche hatten. Im Jahre 1905 wurden sie der Kuratie St. Georg in Pöpelwitz
zugeteilt, sie hatten aber immer noch einen Kirchweg von 4 km. 1912 betrug die
Zahl der Katholiken schon 156. Nach Errichtung der Pfarrei St. Hedwig im Jahre
1926 wurden sie dieser eingepfarrt. Schließlich erhielten Groß und Klein
Masselwitz zusammen mit Pilsnitz 1936 einen eigenen Lokalkaplan. Zu dem
verhältnismäßig schnellen Bau der Kirche in Masselwitz kam es, weil das
Grundstück von Erzpriester Klapper durch eine Schenkung der Familie Pietrek in
Groß Masselwitz erworben war. Die Kirche wurde von Architekt Dipl. Ang. Alfred
Trumpke erbaut und auf Wunsch des Herrn Kardinal Bertram nach seiner Titelkirche
in Rom der hl. Ägnes geweiht. Generalvikar Dompropst Dr. Alfons Blaeschke konnte
sie am Pfingstfest, am 28.5.1939 einweihen. Masselwitz galt als Filiale von
Pilsnitz.
Die Kirche blieb bei den Kämpfen um Breslau erhalten, sie wurde erst
im Juli 1945 durch Brandstiftung zerstört und nicht wieder aufgebaut.
Quelle: Die katholischen Kirchen Breslaus, Dr. Kurt Engelbert/Josef Engelbert,
1961, 2. Auflage
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