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| Die St. Augustinus-Kapelle in Kleinburg
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St. Augustinus-Kapelle (Foto vor 1945)
Kleinburg gehörte ursprünglich auch zur Pfarrei St. Nikolaus in Breslau. 1830
zählte es nur 9 Katholiken, deren Zahl bis 1891 auf 285 angewachsen war. 1897
wurde Kleinburg eingemeindet und als Villenviertel mit dem großen Südpark
ausgebaut. Im Jahre 1902 kam Kleinburg zu der näher gelegenen
Corpus-Christi-Kirche, die aber damals von den Altkatholiken benutzt wurde. Den
Katholiken stand nur eine kleine Kapelle im Pfarrhause zur Verfügung. Im selben
Jahre errichteten die Grauen Schwestern in der Kleinburgstraße 32/36 eine
Niederlassung zum hl. Augustinus mit einer Kapelle, die für den öffentlichen
Gottesdienst am 21.12.1910 benediziert wurde. Als Hausgeistlicher wirkte seit
1922 P. Joseph Amel aus der Diözese Nepi, ein sehr gesuchter Beichtvater, der
1871 geboren und 1902 geweiht war. 1941 wurde bei St. Augustinus eine Kuratie im
Pfarrverbande mit Corpus-Christi eingerichtet. Erster Kuratus war Richard Frost,
geboren 1910, geweiht 1935. Zuletzt war er Pfarrer in Ruhland Kreis Senftenberg.
Die St. Augustinus-Kapelle wurde bei der Belagerung Breslaus zerstört und
brannte aus.
Quelle: Die katholischen Kirchen Breslaus, Dr. Kurt Engelbert/Josef Engelbert,
1961, 2. Auflage
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