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| Die Pfarrkirche St. Clemens Hofbauer
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Pfarrkirche St. Clemens Hofbauer (Foto vor 1945)
Durch den Ausbau der Siedlung südlich der Gräbschener Straße nach dem 1.
Weltkrieg stieg die Zahl der Katholiken in der Pfarrei St. Elisabeth auf 20 000.
Trotzdem hier ein Pfarrer und zwei Kapläne wirkten, genügte dies nicht den
seelsorglichen Erfordernissen. Es wurde daher 1925 eine Lokalie Gräbschen
eingerichtet und am 14.04.1925 als erster Seelsorger Kuratus Johannes Pelz
angestellt, der 1889 geboren und 1916 geweiht ist. Als Gottesdienstraum diente
die Begräbniskapelle auf dem alten Gräbschener Friedhof. Nachdem am 24.08.1927
die Kuratie zu Ehren des heiligen Clemens Hofbauer errichtet worden war, begann
man in zentraler, schöner Lage an der Promenade am Georg-Kopp-Platz durch den
Architekten Kurt Langer mit dem Bau der Kirche, die Kardinal Bertram am 25.11.
1928 konsekrierte. Die Gemeinde zählte damals über 1700 Seelen. Am 01.01.1932
wurde die Kuratie zur Pfarrei erhoben und Kuratus Pelz als Pfarrer investiert.
St. Clemens war ein moderner Kirchenbau von sakraler Würde. Der Kirchenfußboden
lag 4,5 m über dem Erdboden. Eine moderne Dachkonstruktion ermöglichte es, den
Kirchenraum als Einraum ohne Pfeiler und Säulen zu bauen, der bequem 1200
Besucher fassen konnte. Unter der Kirche zu ebener Erde in der ganzen Länge des
Gotteshauses lagen die für die vielgestaltigen seelsorglichen Bedürfnisse einer
Großstadtpfarrei notwendigen Räume. Die Seelenzahl betrug zuletzt 4000.
Leider
wurde das Gotteshaus bei den schweren Kämpfen im Süden Breslaus 1945 völlig
zerstört und nicht wieder aufgebaut. Der Erbauer und erste Pfarrer von St.
Clemens, Erzpriester Johannes Pelz, war nach seiner Vertreibung zunächst in Bad
Meinberg bei Detmold, in Gelsenkirchen und Au am Inn als Seelsorger tätig. Seit
dem 01.12. 1959 lebte er in Au am Inn im Ruhestande im Mutterhaus der Frauziskanerinnen. Er starb am 29.03.1961 im Kreiskrankenhaus Haag in
Oberbayern und wurde am 04.04.1961 in Au am Inn beigesetzt.
Quelle: Die katholischen Kirchen Breslaus, Dr. Kurt Engelbert/Josef Engelbert,
1961, 2. Auflage
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