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| St. Hedwigskirche in Pöpelwitz
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St. Hedwigskirche (Foto vor 1945)
Pöpelwitz, ursprünglich Popowicz = Pfaffendorf und dem Sankt Vinzenz-Stift
gehörig, war nach St. Nikolaus eingepfarrt, von dem es 2 km entfernt lag. Um
1830 hatte Pöpelwitz kaum 400 Einwohner, darunter 32 Katholiken, die die
weitentfernte Corpus-Christi-Kirche besuchen mußten, da die Nikolaikirche seit
1806 in Trümmern lag. 1891 war die Zahl der Katholiken schon auf über 1000
angestiegen. Die Pfarrei St. Nikolai zählte 1902 bereits über 20 000 Seelen. Es
wurde daher im Jahre 1905 in Pöpelwitz die St. Georgskapelle mit einer eigenen
Kuratie errichtet, zu der außer Pöpelwitz die Dörfer Klein Gandau, Kosel,
Pilsnitz und Groß und Klein Masselwitz mit über 3000 Katholiken gehörten, und
als erster Kuratus Reinhold Klapper am 26.10.1905 angestellt. Da die Seelenzahl
weiter anstieg, wurde Pöpelwitz, das seit 1897 nach Breslau eingemeindet war, am
25.05.1914 zur Pfarrei erhoben. 1919 erhielt die Gemeinde in Josef Schneider den
ersten Kaplan. Ihr weiteres Wachstum, besonders die nach dem ersten Weltkrieg
angelegte Siedlung, machte den Bau einer geräumigen Pfarrkirche erforderlich,
die 1925/26 von dem Architekten Pluschka errichtet und der heiligen Hedwig
geweiht wurde. Damit erhielt die Landespatronin wieder in Breslau eine
öffentliche Kirche, nachdem die von den Kapuzinern im Jahre 1671 in der
Karlstraße Nr. 35 erbaute St. Hedwigskirche nach der Säkularisation 1811
niedergerissen worden war. Die Turmspitze der neuen Kirche mußte wegen der Nähe
des Flugplatzes in Gandau bald wieder abgetragen werden. Die Seelsorge an der
neuen Pfarrkirche übernahm Pfarrer Reinhold Klapper mit Kaplan Schneider. 1929
zählte die Pfarrgemeinde bereits über 7700 Katholiken. Die alte
Sankt Georgskapelle übernahmen die Oblatenpatres aus dem Hause Hünfeld bei
Fulda, anfangs fünf, dann sieben Patres, die auch Aushilfe in der Seelsorge
leisteten. Als Pfarrer und Erzpriester Klapper 1939 in den Ruhestand trat, wurde
der Domvikar Alfons Linke am 04.06.1939 sein Nachfolger.
Geistlicher Rat Klapper starb am 31.03.1947.
Pfarrer Linke übernahm
am 07.08.1947 die Pfarrei Hoyerswerda. 1945 wurde die Hedwigskirche zerstört,
die Pfarrei verwaltete man von Pilsnitz aus. Die in den Kämpfen von 1945 verwüstete
St. Georgskapelle stellte man wieder her.
Quelle: Die katholischen Kirchen Breslaus, Dr. Kurt Engelbert/Josef Engelbert,
1961, 2. Auflage
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