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St. Heinrichs Kirche, 2004
Infolge der Eingemeindung der südlich von Breslau gelegenen Dörfern Hüben, Neudorf und Lehmgruben im Jahre 1868 und der regen Bautätigkeit wurden die Errichtung neuer Kirchen notwendig. Bisher hatten diese Orte zu St. Dorothea und Dürrgoy zu St. Mauritius gehört. So wurde in den Jahren 1891 bis 1893 auf der Lehmgrubenstraße 16 nach den Plänen des Diözesanbaurates Ebers die St. Heinrichskirche erbaut und von Kardinal Kopp am 9.11.1893 konsekriert.
Die Kirche ist ein gotischer Ziegelrohbau mit kreuzförmigem Grundriß und dem hl. Heinrich geweiht zur Erinnerung an den Fürstenbischof Heinrich Förster, der den Bau bereits geplant hatte. Am 9.3.1893 wurde die St. Heinrichs Kirche unter
Abtrennung von St. Dorothea zur Pfarrei erhoben. 1888 hatte die Gräfin Eleonore zu Stolberg in der Lehmgrubenstraße ein Erziehungshaus „Mariahilf" eröffnet, das1896 eine öffentliche Kapelle erhielt. 1892 errichteten die Schlesischen Malteser-Ritter neben der Heinrichskirche das
St-Anna-Kinderhospital. Der l. Seelsorger war der emeritierte Pfarrer Eduard Herrmann, der aus Steinau O/S. stammte und am 2.7.1860 geweiht war. Ihm folgte am 7.7.1896 der Kuratus Martin Hemmer, geb. am 6.2.1863 in Niederlustadt, geweiht am 19.8.1888. Als
erster Pfarrer wurde am 12.9.1899 Dr. Anton Bergel eingeführt, der am 2. 9.1855in Breslau geboren und am 13.7.1879 zum Priester geweiht war.
Im Jahre 1902 zählte die St. Heinrichs Pfarrei bereits über 13300 Katholiken, so daß die Anstellung eines Kaplans notwendig wurde. Als erster Kaplan wurde am 28.3.1901
Dr. Karl Lux angestellt, der später Univ.-Prof. in Münster war. 1907 betrug die Seelenzahl bereits über 16200, weshalb ein 2. Kaplan notwendig wurde. 1912 ernannte Kardmal Kopp den Pfarrer Dr. Bergel zum Domherrn an der Kathedrale. Die
St. Heinrichs Pfarrei übernahm der Kuratus am Guten-Hirten-Kloster Viktor Bohn,
geb. am 4.9.1870 in Breslau, geweiht am 11.6.1894. Damals war die Seelenzahl
auf fast 20000 angestiegen. Als 3. Kaplan wurde daher am 10.10.1916 Josef Engelbert angestellt. Pfarrer Bohn starb bereits im Oktober 1918. Nun übernahm Wilhelm Hermann, geb. am 22.7.1872 in Sagan, geweiht am 25.6.1895, die Pfarrei St. Heinrich. Der letzte deutsche Pfarrer war Dr. Roman Reisse, der am 8.7.1945 in Breslau auf offener Straße erschossen wurde.
Quelle: Die katholischen Kirchen Breslaus,
Dr. Kurt Engelbert/Josef Engelbert,1961, 15
Die St. Heinrichs Kirche hat den Festungskrieg insoweit überdauert. Die verlorene Innenausstattung wurde größtenteils ersetzt. Die Kirche behielt ihren Namen und es finden regelmäßig Gottesdienstes statt. Anstelle des zerstörte Pfarrhauses steht heute ein moderneres
Gebäude. Das St.-Anna-Kinderhospital wird nicht genutzt und ähnelt eher einer Ruine. 
St.-Anna-Kinderhospital 2004
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Anschrift |
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Lehmgrubenstr. 16, 18 |
| Pfarrhaus |
Lehmgrubenstr. 16 |
| Seelenzahl |
17518 |
| *Geistliche |
Herrmann, Pfarrer
Görlich, Kaplan
Liehr, Kaplan
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| Beamte |
Schmidt, Organist
Schüttler, Totengräbermeister
Kliegel, Glöckner |
| Friedhof |
Gemeindefriedhof, Strehlener Chaussee
Kommunalfriedhof in Gräbschen |
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Angaben von 1940
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Alte Postkarte von P. Schirmer zur Verfügung gestellt
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