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Auch das Dorf Pilsnitz gehörte ursprünglich zur Nikolaikirche, von der es 6 km entfernt war. 1830 hatte es unter 275 Einwohnern nur 26 Katholiken. 1891 betrug ihre Zahl 80. Als 1905 die Kuratie St. Georg in Pöpelwitz eingerichtet wurde, übernahm sie auch die Katholiken in Pilsnitz. Dann kamen sie zur neuen St. Hedwigs-Kirche. Zur besseren seelsorglichen Betreuung der Katholiken in den Dörfern der St. Hedwigs-Pfarrei wurde am 01.10.1936 Georg Friebös (geb. 1908, geweiht 1933) als Lokalkaplan angestellt und eine Lokalie Pilsnitz-Masselwitz im Pfarrverbande mit St. Hedwig errichtet. 1937 erhielt Pilsnitz eine nach den Plänen des Architekten Kurt Langer vom Baumeister Stritzke erbaute Kirche zu Ehren des hl. Konrad von Parzham, die Weihbischof Wojciech am 21.04.1938 einweihte. Sie wurde später auch Militärkirche für den Standort Breslau-West. Da die Seelenzahl weiter wuchs, bekam Pfarrer Friebös am 27.10.1939 einen Kaplan und zwar Georg Hoffmann (geb. 1913, geweiht 1939). Kirche und Pfarrhaus brannten bei der Belagerung Breslaus 1945 völlig aus. Pfarrer Friebös konnte aber in einem Arzthause in der Immelmannstraße eine Kapelle einrichten. Pfarrer Friebös kam am 16.04.1947 in die Industriegemeinde Oker bei Goslar, wo er ebenfalls eine Kirche mit Pfarrhaus zu Ehren des hl. Konrad von Parzham erbaute. Kaplan Georg Hoffmann ist war Pfarrektor in Essen-Steele. Heute steht an der gleiche Stelle eine neue Kirche. Quelle: Die katholischen Kirchen Breslaus, Dr. Kurt Engelbert/Josef Engelbert, 1961, 2. Auflage |
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