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Breslauer Adressbücher

Geschichte

Das erste Breslauer Adressbuch wurde schon 1832 von Friedrich Mehwald herausgegeben, ein damals vergleichsweise bescheidener Band, der später an Umfang erheblich zugenommen hat. Es wurde beim Adressbuchverlag Scherl (Verlag August Scherl Nachf.) Breslau l, Ring l, Eingang Nikolaistraße 81, verlegt und stellt heute wegen seines zeitgeschichtlichen Wertes eine unerschöpfliche und nützliche Quelle für jeden Historiker und Breslographen dar.

Die Informationen zu den Beständen der Breslauer Adressbücher wurden von Klaus Liwowsky erfasst und stehen allen Interessenten unter www.genealogienetz.de zur Verfügung.

Zusammengetragen wurden nicht nur die Einwohner-Adressbücher im engeren Sinn, sondern auch Information über eine Vielzahl von Spezial-Adressbüchern und Personenverzeichnissen einzelner Berufsgruppen. Das Ergebnis der Recherchen ist erfreulich, da die 96 Breslauer Adressbücher, die zwischen 1832 und 1943 (ab 1874 jährlich) erschienen, vollständig erhalten sind. Den reichsten annähernd vollständigen Bestand besitzt die Universitätsbibliothek Breslau mit 93 Jahrgängen. Den größten Bestand in Deutschland findet man in der Deutschen Bücherei in Leipzig mit 45 Jahrgängen. 

Titel der Adressbücher

1832-1847Adreßbuch der Haupt- und Residenz-Stadt Breslau
1848-1850Wohnungs-Anzeiger der Haupt- und Residenz-Stadt Breslau
1852-1858Adreßbuch der Haupt- und Residenzstadt Breslau
1860/61-1874Adreß- und Geschäfts-Handbuch der Haupt- und Residenzstadt Breslau
1875-1903Adreß- und Geschäfts-Handbuch der Königlichen Haupt- und Residenzstadt Breslau
1904-1905Adreßbuch der Königlichen Haupt- und Residenzstadt Breslau
1906Neues Adreßbuch für Breslau und Umgebung
1907-1926Adreßbuch für Breslau und Umgebung
1927-1943Breslauer Adreßbuch

Erstes Namensverzeichnis

Im Sommer 2003 gab Bernd Grädler den Hinweis, das sich in der Martin-Opitz-Bibliothek ein Namensverzeichnis von Breslau aus dem Jahr 1809 befindet.


Verzeichnis der stimmfähigen Büger und der gewählten Stadtverordneten

Vollständiges Verzeichniß der in den 49 Bezirken der Stadt Breslau und sämmtlicher Vorstädte stimmfähigen Bürger und der aus ihrer Mitte gewählten Stadtverordneten, sämmtlicher Bezirks-Vorsteher und ihrer Stellvertreter.

Herne, Martin-Opitz-Bibliothek, Sig. Fi 748 R

Es ist wahrscheinlich das erste Adressbuch von Breslau. Über 3800 stimmfähige Brüger (Breslauer Adressen) sind erfasst und stehen kostenlos für eine Onlinerecherche zur Verfügung.

Freiwillige Helfer

Ein Anliegen der Homepage ist es, Breslauer Haushaltsadressen online zu stellen. Zurzeit stehen über 34.500 Namen (Stand September 2004) für die Suche zur Verfügung. Jede Adresse muss manuell erfasst werden und man braucht viel Zeit. Dazu existiert bereits ein kleines Online-Projekt, welches keine kommerzielle Ziele verfolgt. Je mehr helfen, umso schneller stehen Breslauer Adressen für die  Onlinerechere zur Verfügung. An dieser Stelle möchte ich mich besonders bei A. Bruschke-Reimer, A. Meininger, A. Guhr, F. Hoffmann, B. Greitemann, K. Langner, S. Brandes, H. Geisler, I. Stiller, E. Diehl, W. Müller, P. Dietzel, I. Frost, M. Maiwald, K. Süssmann, B. Bialas, C. Radau, M. Garske, H. Gruender, M. Luppa, U. Hoyer, C. Sins, U. Dörr, M. Ney, P. Kerschl, K. Fraas, E. Peter, M. Jung, N. Lenz, N. Froschek, G. Braun, T. Marschollek, M. Lenarcik, I. Henke, A. Hubrich, W. Weinert, M. Reiter, M. Gotsch und W. Trupke bedanken. Ohne ihre fleißige Arbeit wäre der Adressbestand eher bescheiden. Für die weitere Erfassung von Adressbuchseiten werden ständige freiwillige Helfer gesucht.

 
© 2006 Egon Höcker
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