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Anfang des 18. Jahrhunderts erschienen zwei kleine
Büchlein mit Breslauer Familinennamen:
Christian Runge:
Das itzt-lebende Breßlau: anno MDCCI.
[Breslau ?] 1701. 81 Seiten.2
Und:
Das Neu-vermehrte itzt-lebende Breßlau.
Brieg 1703. 138 Seiten.3
Im Jahrgang 1703 ist kein Herausgeber angegeben; nach dem
Vorwort zu urteilen, kann es nicht Christian Runge von 1701
sein.
Bei beiden Büchern handelt es sich um
Adressbuch-Vorläufer, d.h. es sind nicht alle
Bürger oder Einwohner aufgeführt, sondern
"Amtsträger" im weitesten Sinne. Man findet
nicht nur "Patrizier", sondern auch die jeweils
drei bis fünf Ältesten der einzelnen (zahlreichen)
Zünfte, Hebammen, Totengräber, Hilfskräfte in
Kanzleien. Die Listen enthalten keine Anschriftsdaten,
sondern die Personen sind nach "Dienststellen" bzw.
"Ständen" sortiert. Ein alphabetische
Namenregister ist nicht vorhanden, so dass man bei
einer Recherche die ganzen Seiten durcharbeiten muss.
Außerdem findet man eine "abenteuerliche"
Schreibweise der Namen vor. Das Rechercheergebnis zum
Familiennamens HOECKER soll dies verdeutliche.
-
Das Ducale Coenubium S. Vincentii, fundatum 1139. [=
Vinzenzstift]
- Die Wohl-Ehrwürdige / in GOtt Geistliche Hoch- und
Wohlgelehrte Herrn Canonici Regulares. Darunter: Iacobus
HÖGER.
-
Die Kirche S. Antonii.
- Unter den zahlreichen Patres: Callistus HACKER (oder - weniger
wahrscheinlich - HOCKER; auf der CD schwer lesbar).
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1) Zusammenstellung von Nikolai Matschke und Egon
Höcker, 08. August 2006
2) Jahrgang 1701 befindet sich in der Bayerischen
Staatsbibliothek München
3) Jahrgang 1703 lagert in der
Martin-Opitz-Bibliothek Herne. Man kann das Buch
"Neu-vermehrten itzt-lebenden Breßlau" auf CD
von der Martin-Opitz-Bibliothek (zu den
bibliotheksüblichen Bedingungen für 10 Euro zzgl.
Versandkosten von 2 Euro) beziehen.
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