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Schlesische Trachten

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Schlesische Volkstrachten

Bis Mitte des 19. Jahrhundert wurde in Schlesien Tracht getragen. Heute kann man schlesische Trachten nur noch in wenigen Vereinen, wie z.B. der Trachtengruppe des Schlesier Verein Rübezahl oder in Museen sehen. Wer Glück hat, ist im Besitz von alten Familienfotos auf denen man Trachten getragen hat. Ein interessantes Gebiet eröffnet sich für jeden Familienforscher, wenn er sich mit Trachten beschäftigt. Die Tracht liefert dem Betrachter eine Vielzahl von Informationen. So zeigt sie an:
  • aus welcher Region die Tracht stammt,
  • aus welchem Dorf der Träger/die Trägerin stammt,
  • die augenblicklichen wirtschaftlichen Verhältnisse,
  • die soziale Stellung innerhalb der Dorfgemeinschaft,
  • den Personenstand (ledig, verheiratet, verwitwet, verwitwet und heiratswillig)
  • die Trauerstufe (Voll-, Halb-, Vierteltrauer, Freudenzeit) oder
  • den Anlass (sonntäglicher Kirchgang, Hochzeit, Kommunion, Konfirmation, etc.)
Was unterscheidet eine Tracht von bürgerlicher Kleidung oder der Berufsbekleidung? Die Definition aus den Richtlinien zur Anerkennung einer Tracht beantwortet diese Frage:
"Als Tracht wird die Kleidung der ländlichen Bevölkerung bezeichnet, deren Verbreitung regional, zeitlich und konfessionell begrenzt ist. Sie wechselt in den ihr vorgeschriebenen Grenzen nach Anlass und Trauerstufe und spiegelt den sozialen Status wieder."
Es gab in Schlesien verschiedene Trachtengebiete. Man trug in einigen Gebieten noch lange schlesische Tracht, obwohl dies als altmodisch galt, um damit eine bestimmte Zugehörigkeit zu zeigen.
Sprinnstube
Die folgende Bilderfolge ist aus verschiedenen Quellen entstanden und vermittelt einen kurzen Einblick zur schlesischen Tracht.
 
© 2003 - 2006 Egon Höcker
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