Zwei Geschichten einer Schule

Die Viktoriaschule in Breslau wird im Herbst 2007 ihr hundertjähriges Schuljubiläum begehen. Das Gebäude verbindet das Schicksal zweier Schulen: Die erste war die Viktoriaschule in der Gebhardt-Blücherstrasse in Breslau, die zweite das Allgemeinbildende Lyzeum Nr. 10 in der Poniatowskistrasse in Wroclaw. Die historischen Mauem der Schule begrüßten immer die Jugend, die lernen wollte, und hörten immer ihr Stimmgewirr, zuerst auf deutsch, später auf polnisch.

Die Veranstalter der Feierlichkeiten zum Schuljubiläum möchten sowohl eine Gedenkalbum als auch eine Ausstellung zur Geschichte der beiden Schulen vorbereiten. Sie verfügen jedoch über nur wenige Andenken an die Viktoriaschule, da vieles im Zweiten Weltkrieg untergegangen ist. Vielleicht finden sich unter den Lesern ehemalige Schüler oder deren Nachkommen, die noch Fotos, Schulzeugnisse oder geschriebene Erinnerungen haben, die von der Geschichte der Viktoriaschule zeugen könnten.

Die Schulleiterin, Frau Irena Podgörska, bittet alle Personen, die am Schuljubiläum interessiert sind, um Hilfe und Zusammenarbeit. Die Schule ist der Auffassung, daß Geschichte verbinden und nicht trennen soll. Die Schüler des Lyzeums haben bereits viele Freunde unter deutschen Jugendlichen dank des Schüleraustausches, und sie freuen sich auf Gäste aus Deutschland.

Kontaktmöglichkeit

Zespöl Szköl nr. 10
ul. Poniatowskiego 9
PL 50-326 Wroctaw

http://www.lo1.wroc.pl
e-mail: 100stolat@wp.pl

Homepage LO1 in Wroclaw


Karla Postrach-Rast

Ehemalige Schülerin der Vitoriaschule

Ich war eine Woche in Breslau - Wroclaw und habe auch die Viktoriaschule besucht und mit der Direktorin gesprochen.

Das 1. Lyzeum für Mädchen, die Viktoriaschule wird dieses Jahr 100 Jahre alt. Es wird ein Jubileum gefeiert und ein Buch veröffentlicht. Man sucht jetzt sehr intensiv nach alten Schülerinnen, die etwas berichten können.

"Ich erinnere mich an einige Mitschülerinnen: Sieglinde Streichan (immer Klassenbeste) deswegen ist mir der Vorname Sieglinde auch heute noch eher unsympathisch. Ursel Strybni - eine gute Freundin - Ellen Steinhardt, auch mit ihr hatte ich später noch lange Kontakt. Sie heiratete einen englischen Kaufmann, der von seiner Firma nach Istambul versetzt wurde. 1959 erhielt ich von dort einen langen, letzten Brief, indem Ellen ausführlich die damaligen Verhältnisse, Gewohnheiten und Gebräuche schilderte. Zuletzt erwähnen möchte ich noch Marie Theres von Rassfeld. Sie kam 1942 in unsere Klasse, weil die Klosterschule, die sie besuchte, geschlossen wurde. Die neue adlige Mitschülerin konnte sehr gut Handarbeiten (war damals ein Unterrichtsfach) weniger gut war sie im Turnen und in Mathe - meinem Lieblingsfach war sie uns total unterlegen."  >> weiter ...

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