Christophoribote
Mitteilungsblatt
der ev. Gemeinde deutscher Sprache
in Breslau und Niederschlesien
Dezember 2008, Januar 2009/Nr. 12-01 (44-45)
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GemeindebriefeJahreslosung 2009 Was bei den Menschen unmöglich ist, das ist bei Gott möglich. Lk 18,27 Es grenzt schon oft ans Unmöglich, was ein Mensch schaffen kann! 100 Meter in weniger als 10 Sekunden laufen und im Speerwerfen wurde über 100 Meter geworfen. Im Guiness Buch kann man noch mehr Rekorde sehen, die ein Beweiß dafür sind, dass ein Mensch viel schaffen kann. Es geht hier aber nicht um Rekorde und Möglichkeiten des Menschen, sonder um den Glauben. Es heißt, Glaube kann Berge versetzen und zur Zeit haben wir noch keinen Menschen erlebt, der das gemacht hat, also Was bei den Menschen unmöglich ist, das ist bei Gott möglich. Wir wollen heute keine Berge versetzten, aber es gibt in unserem Leben Mauern, die wir gern einreißen oder überspringen würden. Was sind die Mauern des Lebens? Manchmal ganz kleine Sachen wie z. B. eine gute Arbeitsstelle, hilfsbereite Bekannte, Ärzte, die wissen wie uns zu helfen ist, ein Besuch oder Anruf. Es gibt aber auch große Mauern, die wir nicht überspringen können, wie die Renovierung des Dachs des Pfarrhauses, oder Hilfe für alle Menschen, die in Not sind. Das sind Sachen, die bei uns oft unmöglich sind und wir müssen Gott bitten, dass Er uns dabei helfe. Zu meinem 15 Geburtstag bekam ich von meiner Patentante eine Karte mit den Worten mit meinem Gott überspring ich die Mauer (2 Samuel 22,30). Seit dieser Zeit hängt sie in meinem Zimmer bei den Eltern, und wenn ich etwas nicht schaffen kann, sage ich mir immer mit meinem Gott überspring ich die Mauer. Das heißt nicht ich allein, sonder mit Gott, nicht, dass Gott mich „rüber werfen“ wird, sonder, dass Er mir dabei hilft. Und das ist wichtig zu sagen im Sinn der Jahreslosung, weil sich viele denken könnten, ach ich kann´s nicht, dann wird´s Gott machen: Was bei den Menschen unmöglich ist, das ist bei Gott möglich. Das stimmt nicht! Wir sollen in unserem Leben alles von uns geben, um das erwünschte Ziel zu erreichen und hier meine ich sowohl das Ziel des Glauben wie auch des irdischen Lebens. Ich denke, diese Worte werden uns - der Gemeindeschwester Lidia, Propst Fober und mir - helfen den Dienst in der Gemeinde zu erfüllen, denn auch wir sagen uns manchmal, ich schaff es nicht, Herrgott ich brauche deiner Hilfe. Aber so geht es uns allen; ohne Gottes Hilfe und Gottes Segen wird nichts geschafft. Deswegen wünsche ich Euch allen Gottes Hilfe und Segen im Kommenden Jahr, dass ihr die Kraft dazu habt, die Mauer zu überspringen, und dass alles in eurem Leben möglich wird. Euer Pfr. Dawid Mendrok
Liebe Gemeindemitglieder! Dieses Wort aus dem Korintherbrief hatte mich mehrmals im Oktober und November begleitet. Im Oktober und November redet oder denkt man viel über Tod und Leben. Im Oktober und November ist viel passiert in der Geschichte Deutschland und Polens und dazu gibt es noch reguläre Feste zu feiern. Anfang Oktober war ich 4 Tage in Haibach und Aschaffenburg in unserer Partnergemeinde die seit Jahren gute Kontakte mit uns in Lauban hält. Es gab viel zu sehen und zu bewundern (Bildergalerie des Schlosses in Aschaffenburg mit Werken von vielen Niederländischen Künstlern z. B. van Dyck), aber das Ziel der Reise war die Einführung von Pastor Gotthard Münderlein in die erste Stelle der St. Matthäus Gemeinde in Aschaffenburg. Ich durfte eine sehr schöne Zeit erleben, einen bewegenden Gottesdienst mit der Ansprache des Dekan Gregori und der Predigt von dem neuen Pastor. Bewegende Tage in einer lebendigen Gemeinde die ständig was vor hat, immer neue Ideen, neue Pläne für eine immer größere Zahl von Mitglieder. Wo in vielen Gemeinden in Deutschland immer wieder gekürzt wird, niemals in Aschaffenburg, Haibach usw. Dort wird die Orgel umgebaut, dann kommt der neue Pastor mit der Familie, dann vielleicht ist die Kirche zu klein und es wäre nicht schlecht diese umzubauen und dann später auch den Kindergarten. Ich bin ganz gespannt: was wird das nächste Ziel sein?! Das Team dort ist stark und voll Ideen. Also lassen wir uns überraschen und wünschen allen Lieben in unserer Partnergemeinde viel Gottes Segen. Besonderen Dank gilt beiden lieben Frauen Metzele (Christa und Martina) für die Gastfreundschaft. Wir hoffen auf eine weiter gute Verbindung mit Euch. Am 7. Oktober gab es eine feierliche Beerdigung von gefallenen deutschen Soldaten auf dem Friedhof in Groß Nädlitz. Eine Information darüber und ein Bild finden Sie weiter in dem Gemeindebrief. Fast 200 Papiersärge, so klein als hätte man ein Kind beerdigt, und drin Überreste von einmal lebendigen Menschen, jetzt nur noch ein paar Knochen. Identifiziert anhand eines Traurings oder eines Soldatenschilds, welches jeder Soldat bekommt, wenn er in den Krieg geht. Eine sehr bewegende Stunde. Nie habe ich gedacht so eine Beerdigung zu erleben. Die Erde in einem Soldatenhelm, was uns schon als Kinder bekannt war von Filmen über den 2. Weltkrieg. Jetzt durfte ich aus diesem Helm die Erde nehmen und auf die Särge der deutschen Soldaten werfen mit den Worten: Erde zu Erde, Asche zu Asche….und das Wort in meinem Kopf: Wir müssen alle offenbar werden vor dem Richterstuhl Christi. Sie haben jetzt ihre Ruhe gefunden und wir hoffen, niemand ist bei Gott vergessen. Dabei sangen anwesende das Lied „Ich habe einen Kameraden…“.
Dann der Reformationstag. Diesmal haben wir entschieden, dass wir den Tag im Gemeindesaal verbringen mit allen, die unsere Einladung gut finden. Der Raum war voll. Alle habe was mitgebracht zum essen und trinken. Eine totale Überraschung waren die Brötchen die ich selber nach einem Rezept (top secret) aus Irland gebacken habe. Niemand wollte es glauben, aber als meine liebe Frau das bestätigte, wurden fast alle aufgegessen. Ich denke es ist gut, wenn der Pastor die Gemeinde immer noch positiv überraschen kann. Pastor Mendrok bereitete ein Quiz über Martin Luther und Reformation, und auch ein Interview mit einem Ketzer vor. Aus den vielen Werken Luthers wurden aktuelle Themen bearbeitet und in einem Buch verfasst. So ein Buch habe ich einmal bekommen und so kam auch die Idee. Es ist interessant zu hören wie modern und weise Luther über Themen denkt, die uns auch heute bewegen z.B. Steuer, Kindererziehung, Glaube, Freundschaft, usw. oder im Vorwort der Gedanke von Goethe: Ohne Luthers Übersetzung der Bibel ins Deutsch, keine moderne deutsche Sprache, kein deutsches Volk. Der Monat November beginnt mit Allerheiligen. Wir gedenken unseren Verstorbenen am letzten Sonntag des Kirchenjahres. Aber wer kehrt nicht am 1.11. mit den Gedanken zu denen, die einmal mit uns waren und nicht mehr da sind. Im November war auch Kristallnacht (auch in Breslau), dann kommt Volkstrauertag, Buss-und Bettag und der Totensonntag, der letzte Sonntag des Kirchenjahres. Am 18.11. auf Einladung des Generalkonsuls haben wir uns zweimal getroffen. Um 10.00 Uhr in Grabiszynek Park bei einem Denkmal, das am 30.10. eingeweiht wurde. Die Stelle soll an alle ehemaligen Friedhöfe Breslaus erinnern, die meistens nach dem 2. Weltkrieg einkassiert wurden. Paar Grabssteine, aus einem evangelischen, katholischen oder jüdischen Friedhofe wurden eingemauert in großen Granitplatten. Die Stelle hat schon eine besondere Stimmung. Pater Arndt, der Seelsorger der deutschen Katholiken, und ich durften eine Andacht halten - das erste Mal dort. Meine paar Gedanken dazu: Die Völker wanderten immer in der Geschichte der Menschheit. Das Volk Israel zum Beispiel. Das war immer ein natureller und langer Prozess. Auch das deutsche Volk ist im Laufe der Geschichte in alle Richtungen der Welt ausgewandert. Wo finden wir die Namen mit deutschen Kolonisten nicht? Auch meine Familie wanderte viel, oder die Familie meiner Frau. Von meinen Bekannten aus Wien habe ich einen Artikel bekommen über Familiennamen von Balinka (ein Dorf bei Budapest) die in den Jahren 1757-1830 dort im Personenstandsregister standen. Dort steht auch der stolze und berühmte Name Fober. Von dort durch Slowakei ins Teschener Land ist es nicht mehr weit. Auch wenn ich das Dorf nicht kenne, auch die Menschen dort nicht, habe ich schon gute Gedanken wenn ich plane, dort hinzufahren, um das Register in die Hand zu bekommen. Sie kamen eines Tages von dort, haben gelebt und gearbeitet und sind eines Tages wieder weiter gegangen, vielleicht nach Teschen, weil es dort für Protestanten schon etwas milder war als Kaiser Josef II. das Toleranzpatent im 1781 angekündigt hatte (Gott segne den Kaiser Josef). Es war ein normaler Lauf der Dinge. Aber wenn man Millionen Menschen mit Gewalt verschiebt von einer Ecke Europas zu der anderen, dann gibt es Konsequenzen, die lange ausbleiben. In meiner Heimat, wo das Volk seit Jahrhundert zu Hause ist, in jedem Dorf findet man eine andere Tracht, auch wenn die Dörfer manchmal 6 km voneinander entfernt sind. Was für einen Tracht sollen die nach dem Krieg zugewanderten Lemberger in Breslau tragen? Eine Schlesische werden sie nie bereit sein anzuziehen, was auch verständlich ist. Das sind auch die Konsequenzen des Krieges, die Völkervertreibungen in Europa, Trachten die im Schrank hängen, weil sie niemand mehr braucht, Volkslieder die fremd klingen, Friedhöfe die es nicht mehr gibt oder Friedhöfe, die man neu einrichten muss, weil immer wieder Überreste von Soldaten gefunden werden. Wir müssen alle offenbar werden …….! Das sagt uns auch die Adventszeit, die wir bald begrüßen möchten, oder besser gesagt, die uns begrüßen möchte mit dem bekannten Lied: Wie soll ich dich empfangen und wie begegne ich dir?! Mit was werden wir einmal vor Gott stehen? Das Wort oder diese Frage zitiere ich nicht um Sie alle zu erschrecken. Die Pastoren sind nicht dazu ordiniert, dass sie den Schreck ausbreiten. Das sei fern. Pastor Mendrok und ich möchten Sie alle herzlich aus Breslau und Schlesien grüssen und eine gesegnete Adventszeit und Frohe Weihnachten wünschen mit den Worten: Lasst euer Licht leuchten vor den Menschen – das ist es, was Christus von uns als Weihnachtsgeschenk will. Propst Andrzej Fober Nun ruhen sie in Frieden, keiner ist vergessenAm 7. Oktober fand in Gross Naedlitz bei Breslau, im Friedenspark auf dem Friedhof der Gefallenen des Zweiten Weltkrieges, eine weitere Bestattung statt. Diesmal eine feierliche. „Der Friedhof besteht schon seit langem, doch eine feierliche Bestattung wurde jetzt zum allerersten Mal veranstaltet.“, sagte Renate Zajaczkowski, die Vorsitzende der Deutschen Sozial-Kulturellen Gesellschaft in Breslau.
Breslauer Deutsche organisierten, um nach Gross Naedlitz zu kommen, einen Bus. Sie zündeten Kerzen an, sangen dabei Trauerlieder. Ohne sie, wären es nur ganz wenige Menschen, die an der Bestattung teilnahmen. Nur an einem Papiersarg gab es ein Foto des Gefallenen, das mit einem Trauertuch umgebunden war. Aus Deutschland ist eine Frau gekommen , aus der Familie eines Gefallenen. Als die Feierlichkeit zu Ende ging und es mittlerweile am Grab leer geworden war, stand sie immer noch da. Unberuehrt. Es fällt schwer, von einem lieben Menschen Abschied zu nehmen, vor allem auch, wenn man ihn nach über 60 Jahren der Trennung zurück gewann, wenn auch nur für einen Augenblick. Auf den Särgen aus Papier ist nur eine Inventarnummer und der Name der Ortschaft, in der man die menschlichen Überreste fand, zu sehen. Es sind Ortschaften im Oppelner Land und Niederschlesien: Breslau, Schweidnitz, Rzesów, Marcinki, Komorowice, Chechlo, Chróstnik, Rostersdorf, Twarda u.a. Die Gefallenen werden jedoch in Groß Naedlitz nicht ohne Namen beigesetzt. Auf der Grabstätte wird eine Granittafel mit der Inschrift der Namen, Vornamen, Geburts-und Todesdatum der hier beigesetzten Personen augestellt. Vorausgesetzt, dass man ein Erkennungsmerkmal wie einen Trauring mit eingravierten Namen oder eine Erkennungsmarke gefunden hat, auf deren Grundlage die Überreste der Soldaten identifiziert werden können. „Wer haette vor zwanzig Jahren gedacht, dass wir an einer solchen Feierlichkeit teilnehmen werden.“, sagt verwundert Pastor Andrzej Fober aus Breslau, und zieht vor der Feier einen Talar und Pastorenhut an. Pater Marian Arndt, ein „brauner Franziskaner“ aus Breslau-Karlowitz, der die Beerdigung mitgestaltete, lächelte nur weise. Unergründlich sind die Fügungen Gottes. Die Abschiedsrede hielt der Pastor auf Deutsch. Übrigens wurde die ganze Feierlichkeit in der Sprache Goethes gehalten. Doch die eine wenige der Polen, die an der Feier teilnahmen, konnten es trotzdem verstehen. Die Liturgie ist überall ähnlich. Und der Sinn ist derselbe. (….). In den beiden Weltkriegen kamen auf dem Gebiet Polens über 850 Tsd. deutsche Soldaten ums Leben. Der Friedhof in Groß Naedlitz bei Breslau wurde im Oktober 2002 eröffnet. Künftig sollen auf dem 3 Hektar großen Gelände 18 Tsd. Gefallene ihre letzte Ruhestätte finden. /Text Marek Perzynski, Schlesisches Wochenblatt, Nr 42, 17-23.10.2008) Gedenken an die Toten Am 18. November besuchte eine Gruppe von heimatverbliebenen Breslauern, Mitgliedern der dt. kath. und ev. Gemeinde, die erst am 30. Oktober eingeweihte Gedenkstätte für die Einwohner Breslaus, die auf heute nicht mehr vorhandenen Friedhöfen der Stadt begraben wurden. Das beeindruckende Denkmal liegt auf einem Parkgelände an der Gräbschener Straße und besteht aus einer bis zu vier Meter hohen und 60 m langen Granitmauer, in die alte dt. und jüdische Grabsteine mit teilweise noch gut lesbarer Inschrift eingelassen sind. Auf einer großen Platte sind die Namen aller dieser Friedhöfe vermerkt. An der Einweihung nahmen u. a. der Erzbischof, der ev. Bischof, orthodoxe und jüdische Geistliche sowie der Stadtpräsident (Oberbürgermeister) und der dt. Generalkonsul teil. Heute nun gestalteten Pastor Fober und Pater Arndt die Andacht mit Lesungen und Gebeten. Der Generalkonsul Herr Schöps, auf dessen Anregung hin das jährliche Gedenken an dieser Stelle zur Tradition werden soll, sprach zu den Versammelten und legte ein Blumengebinde nieder. Im Anschluß daran fuhr die Gruppe mit dem von der DSKG zur Verfügung gestellten Bus hinaus nach Groß Nädlitz / Nadolice Wielkie, unweit Breslaus, um auf dem dortigen Soldatenfriedhof der Gefallenen und der Opfer des Zweiten Weltkrieges zu gedenken. Bereits am 7. Okt. hatten viele an einer Feierstunde aus Anlaß der Umbettung von 150 Gefallenen auf diesen Friedhof teilgenommen. Der Volksbund dt. Kriegsgräberfürsorge konnte den 3 ha großen Friedhof im Okt. 2002 einweihen. Auf ihm fanden bis jetzt etwa 18 000 Gefallene aus ganz Niederschlesien ihre letzte Ruhestätte. (Beschreibung und Fotos im Internet unter www.volksbund.de/kriegsgräberstätten ) Bei Sonnenschein aber eisigem Wind versammelte sich die Gruppe vor dem Hochkreuz. Mit Lesungen und Gebeten und dem Lied vom guten Kameraden gedachte man der Toten. Der Generalkonsul sprach einige Worte und legte auch hier ein Blumengebinde ab. Der scharfe Wind ließ die Fahnen knattern, zausten an den Blumen aber vermochte die roten Grablichter nicht auszulöschen. Memento mori. E. Hörmann Reise nach SchlesienWunderschönes Herbstwetter begleitete meine Reise vom 10. Okt. bis 13. Okt.2008 mit Joachim Schulz zur evangelischen Gemeinde Deutscher Sprache in Breslau und Niederschlesien. Unser Presbyterium hatte grünes Licht gegeben auszuloten, ob ein nachhaltiger Kontakt zwischen uns in Dönberg und in Breslau sinnvoll sei. Pfarrer Dawid Mendrok empfing uns am Breslauer Flughafen, nach einem problemlosen „Billigflug“ von Dortmund. Zusammen mit Probst Andrzej Fober führt Pfarrvikar Dawid Mendrok die evangelische Gemeinde in ganz Niederschlesien, ca. 166 Gemeindeglieder. Sie haben richtig gelesen: 166. Meist sind es ältere Frauen, die 1945 nicht ausreisen durften. Jede dieser Frauen, von denen ich einige im Gespräch kennen lernte, hat ihr eigenes besonderes Schicksal. Es sind Schicksale, die wir heute kaum noch nachvollziehen können, so dramatisch haben sie sich abgespielt. So zum Beispiel das von Frau Anders, die mit 15 Jahren ganz allein in der zu 80 % zerstörten „Festung Breslau“ zurückgeblieben war und ihr Leben doch eindrucksvoll meisterte und heute noch sehr dankbar dafür ist. Jede dort gebliebene Frau hat eine ganz eigene Geschichte mit den neuen polnischen Bewohnern gemacht, nicht selten eine gute Geschichte. Herr Marek meinte: „Die Polen haben uns nie ohne Brot gelassen; dafür bin ich dankbar, auch wenn ich noch anderes erlebt habe.“ Pfr. Dawid Mendrok und Propst Andrzej Fober fahren zweimal im Monat an die 800 Kilometer mit dem röhrenden alten VW-Bus, um seine kleinen Filialgemeinden in Lauban, Hirschberg, Schweidnitz und Waldenburg zu erreichen. In Lauban, Oberlausitz, und Hirschberg (Bad Warmbrunn), am Fuße des Riesengebirges, durfte ich die Predigt halten. 5-10 Frauen sind jeweils da, die der Pfarrer zum teils auch noch mit dem Bus mühsam von Ort zu Ort einsammelt. Am Sonntag, 12. Okt., hielt ich den ganzen Abendmahlsgottesdienst in der St. Christophorikirche zu Breslau; wie auf einer kleinen Insel, vom riesigen Verkehrsstrom umflutet, steht diese alte Kirche von 1267 mitten in Breslau. Nach dem Gottesdienst lud ich Gemeindeglieder zum Kaffee ein; es waren auch einige jüngere Menschen dabei; auch gibt es einen Kindergottesdienst. Breslau zieht auch wieder, aus den verschiedensten Gründen, Menschen aus Deutschland an. Breslau ist wieder eine bemerkenswerte Großstadt von 650.000 Einwohnern; 120.000 Studenten kommen hinzu; im Kern, am Ring ( Marktplatz mit wunderschön restauriertem Rathaus und vielen alten Häusern mit herrlichen Giebeln) ist Breslau eine der schönsten Städte, die ich kenne; dazu kommen viele ehrwürdige Kirchen, nicht zuletzt die Dominsel. Unübersehbar auch die großen Geschäftszentren und modernen Glaspaläste.
Danke an Pfr. Dawid Mendrok, seine Frau Monika und die Gemeindeglieder, die ich traf. Ein Bildbericht wird in unseren Gruppen gezeigt werden. Wir sollten als Dönberger Gemeinde einen Austausch ( wie, ist noch festzulegen) wagen; dazu lade ich Interessenten ein mitzumachen und Ideen einzubringen. Die Breslauer und Niederschlesier grüßen uns und laden uns herzlich ein. Eckehard Fröhmelt Taufe von Amalie v.Kap-herr am 9. November
Mit dieser Zusage Gottes haben wir am Sonntag Quasimodogeniti Amalie Antonie Barbara in die Gemeinschaft der Christen aufgenommen. Zwar ist sie mit sechs Monaten kein Neugeborenes mehr, um so ergreifender aber war es am Taufstein zu erleben, wie freudig Amalie in den Armen von Pastor Mendrok die Taufe empfing. So sehr sie als Säugling des Schutzes und der Fürsorge bedarf, wurden wir Eltern und Paten in diesem Moment versichert, dass auch Erwachsene sich jederzeit „wie die neugeborenen Kinder“ Gottes Führung anvertrauen dürfen. Wir Eltern haben vier Paten für Amalie aus unserem Familien- und Freundeskreis ausgewählt. Das kommt zum einen aus der Tradition unserer Familien, zum anderen haben auch mein Mann und ich uns je nach Lebensphase mehr an den einen oder anderen Paten gewandt. Gerade in grösseren Familien bedeutet die Patenschaft eine besondere, enge Verbindung zwischen zwei Menschen und Generationen, in unserem Fall auch zwischen mehreren Ländern und Gebräuchen. Zur „Verankerung“ in diesem Netz hat Amalie neben ihren evangelischen, deutschen Paten auch zwei katholische, eine Polin und eine Französin. Unsere älteren Kinder spüren anlässlich ihrer Patenbesuche, dass das „jemand besonders für mich ist“, dessen Zeit sie nicht mit den Schwestern teilen müssen. Jedes Kind darf seinen Paten morgens aufwecken, meist mit einem Buch unter’m Arm zum Kuscheln und Vorlesen. Mit den Jahren werden die Kinder auch erleben, wie viele unterschiedliche christliche Gemeinden und Ausdrucksformen des Glaubens es gibt. Wir hatten uns das Lied „Weisst du wieviel Sternlein stehen“ gewünscht, weil ich es als kleines Mädchen bei den Taufen meiner vier Geschwister auch schon mitsingen konnte.
In bildhaften und darum Kindern so eingängigen Worten spricht dieses Lied die Grundgedanken des christlichen Glaubens an. Die erste Strophe berichtet von der Allmacht Gottes, der bis in die unermesslichen Weiten des Alls sogar den kleinsten Stern sein Eigen nennt – es darf keiner fehlen, jeder einzelne trägt bei zur Vervollkommnung, zum Glück. Kinder sind glücklich, wenn sie spüren „ich werde gebraucht in meiner Familie; die Aufgabe, die ich erfülle ist wichtig, damit es allen gut geht“. Die zweite Strophe beinhaltet den Taufgedanken „...ich habe Dich bei Deinem Namen gerufen, Du bist mein...“, der aber nicht nur für uns Menschen gilt: ALLES Lebendige ist von Gott gewollt und von Ihm gut geheissen – und wenn die Mücken uns im Sommer noch so sehr plagen! Jede unserer Töchter hat ihr Lieblingslied zum Einschlafen, bei unserer nun sechsjährigen Theresa ist es dieses. Als sie noch jünger war und sehr scheu, wünschte sie sich immer „und hat Dich lieb“ – die zentrale Aussage des Liedes, vollendet ausgedrückt in der dritten Strophe. Die Kinder der Christophorigemeinde brauchen sich um nichts zu sorgen; Essen, Kleidung und dazu Spielzeug ist in Fülle vorhanden. Sie müssen sich nicht wie viele Millionen Kinder auf der Welt mühen und arbeiten, um sich Schulmaterial kaufen zu können. Die Kinder in unserer Gemeinde haben gesunde und tatkräftige Eltern, die die Verantwortung für das Wohl der ihnen anvertrauten Kinder übernehmen können – das körperliche wie das seelische! Die Grösseren erleben in der Schule, wie es ist, in einer Gruppe ohne den direkten Beistand der Eltern zurechtkommen zu müssen. Mithilfe von Noten wird man klassifiziert und fühlt sich vielleicht wertlos. Diese Strophe spricht uns an, mitten in’s Herz: GOTT hat uns so gemacht, wie wir sind – um der Vollkommenheit willen. Wir haben unsere schlechten Seiten, mit denen wir manchmal nicht richtig umzugehen wissen und die uns bedrücken. Aber Gott hat Jedem auch Talente gegeben, die wir vielleicht erst im Laufe unseres Lebens entdecken, die in der Schule oder im Beruf vermeintlich nicht zählen. Aber vor Gott zählt jeder, auch in den einsamsten Momenten – Gott kennt und liebt Dich. Beim abendlichen Vorsingen im Dunkeln schenkt dieses Lied tiefen Frieden. Es gibt den Kindern Geborgenheit und mir selbst als Mutter Zuversicht, gerade dann, wenn ich tagsüber ungeduldig oder sogar ungerecht geworden bin und meine, ich hätte nicht jedem Kind gezeigt, wie sehr ich es liebe. Jeder von uns spürt, dass wir behütet einschlafen können und der nächste Tag fröhlich beginnen wird. Amalie ist ein Kind Schlesiens und ihre Taufe auch Ausdruck dessen, dass wir hier gerne leben. Wir haben unser geistiges Zuhause und Freunde in der Christophorigemeinde gefunden. Mittlerweile sind wir jungen Familien den Senioren im Gottesdienst zahlenmässig überlegen, so tut sich auch dort ein neues Kapitel in der Geschichte auf. Nicht alle Grosseltern unserer Töchter konnten aus gesundheitlichen Gründen nach Breslau kommen. Umso grösser war unsere Freude, dass die Urgrosseltern zum dritten Mal die weite Reise unternommen haben. Mein Grossvater, 91 Jahre alt, hat uns mit seinem Humor, seinem Geschichtsbewusstsein und seiner Energie alle in die Tasche gesteckt und wäre zu gern noch länger über die fette Erde gestapft. Im Laufe der Jahrzehnte hat er Schlesien durchquert, auch als es bis zur Unkenntlichkeit zerstört und verwüstet war. Bei jedem ihrer Besuche in den vergangenen sechs Jahren bewunderten meine Grosseltern die Leistung der Schlesier, dieses Land zu neuer Blüte aufzubauen. Nachts haben sie Orion beobachtet und zum Abschied das Bild des klar glänzenden östlichen Sternenhimmels mit nach Westdeutschland genommen. Annemarie von Kap-herr Persönliche VorstellungGerne möchte ich mich heute im Gemeindebrief vorstellen. Mein Name ist Sonja Stankowski, ich lebe seit 2005 in Schweidnitz und gehöre sowohl zur Gemeinde der Friedenskirche als auch zu St. Christophori. Da meine Arbeitszeit sehr flexibel ist, schätze ich die Möglichkeit, hier oder dort den Gottesdienst zu besuchen. Oft werde ich gefragt, ob ich eine „echte Deutsche“ bin? Schwer zu sagen. Meine Eltern und Großeltern stammen aus Gebieten, die alle zum heutigen Polen gehören, aufgewachsen bin ich in der Lüneburger Heide, in Leipzig habe ich studiert und einige Jahre beim Polnischen Kulturinstitut gearbeitet. 2005 habe ich das Angebot genutzt, nach Polen zu kommen, und habe anderthalb Jahre in der Stiftung Kreisau für Europäische Verständigung gearbeitet, wo ich hauptsächlich Studienreisen und Konferenzen organisiert habe. Seit gut zwei Jahren bin ich meine eigene Firma, ich arbeite als selbständige Übersetzerin und Dolmetscherin. Außerdem unterrichte ich Deutsch, von spielerischem Unterricht für Erstklässler bis zu Prüfungsvorbereitung für Erwachsene. Gerne begleite ich auch polnische Geschäftsleute auf Reisen nach Deutschland oder deutsche Besucher in Niederschlesien, die privat oder geschäftlich hierher kommen. An meiner Arbeit schätze ich am meisten die Vielfalt und Abwechslung und die Freiheit, als meine eigene Chefin selbst zu entscheiden, wann und für wen ich arbeite. In Schweidnitz bin ich gut integriert, ich mag diese kleine, überschaubare Stadt, aber ich komme auch gerne nach Breslau und vor allem nach St. Christophori, um alteingesessene und neuzugezogene Deutsche zu treffen, am Gottesdienst teilzunehmen. Wenn ich sonntags zum Gottesdienst nach Breslau fahre, genieße ich die Ruhe und die wunderschöne Landschaft Niederschlesiens. Dabei habe ich die ganze Zeit den Zobten-Berg im Blick, an dessen Fuße meine Großmutter geboren ist. Weihnachten verbringe ich wieder bei meiner Verwandtschaft, die im früheren deutsch-polnischen Grenzgebiet lebt. Die Staatszugehörigkeit hat oft gewechselt, die Menschen sind am gleichen Ort geblieben. Mein Großvater konnte 1945 nicht in seine Heimat zurückkehren, aber wenn ich heute als Enkelin von „Onkel Tomek“ zu Besuch komme, werde ich herzlich aufgenommen. Sonja Stankowski www.niemiecki-swidnica.pl Aus dem Leben der GemeindeAm 4.Oktober erlebten wir in unserer St. Christophorikirche eine Hochzeit. Er – Tobias Conrad, Sie – Olga Bitner. Die Ehe wurde mit dem Wort aus dem Buch Ruth 1,16 gesegnet: Wo du hin gehst, da will ich auch hin gehen; wo du bleibst, da bleibe ich auch. Dein Volk ist mein Volk, und dein Gott ist mein Gott. Es ist auch so im bisherigen Leben der Beiden gewesen, Olga ist Tobias immer nachgegangen. Obwohl die beiden unserer Gemeinde nicht angehören, sind die beiden öfter bei uns in Breslau gewesen und wollten in unserer Kirche die Trauung vornehmen lassen. Wir wünschen den Beiden, dass Sie gemeinsam und glücklich vor Gott leben. Am 5. Oktober haben wir in Breslau und Liegnitz Erntedankfest gefeiert. Bevor wir den Gottesdienst in Breslau begonnen haben, haben die Kindern mit Eltern Früchte und Obst auf dem Taufstein und um ihn herum gestellt, Herr Dag von Kap-herr hat einen großen Sack mit Kartoffeln gebracht. Jeder hat im Gottesdienst einen Grund gefunden, wofür er dem Herrn dankbar ist. In Liegnitz hat Frau Rosemarie Langierowicz mit großer Mühe und viel Arbeit die Kirche sauber gemacht und geschmückt – im Namen der Gemeinde bedanke ich mich bei ihnen, Frau Langierowicz. Wir wissen, dass es viel Arbeit war. Pastor Michael Feige hatte die Predigt so wie die Ansprache an die Jubiläumskonfirmanden gehalten, und die Gedenkurkunden mit einem Segen den Konfirmanden überreicht. Am 7. Oktober nahm Pastor Fober in Groß Nädlitz bei der Umbettung von 150 Gefallenen Deutschen Soldaten teil. (mehr in den Artikel Nun ruhen sie in Frieden… und Gedenken an die Toten) Am 8. Oktober versammelte sich der Gemeinderat . Am Wochenende 10. bis 12. Oktober war Herr Pfarrer Eckehard Fröhmelt mit Religionspädagogen Joachim Schulz aus der Gemeinde Dönberg bei Wuppertal bei uns. Herr Schulz wie auch seine Mutter stammen aus Masuren – Nikolajken, wo ich meine Vikariatzeit gemacht habe. Dort haben wir uns kennengelernt und jetzt, da ich in Breslau bin, pflegen wir den Kontakt weiter. Unsere Gemeinde hatte schon letztes Weihnachten und Ostern Süßigkeiten für die Kinder von Frau Renate Schulz bekommen. Dann kam sein Sohn zu Besuch nach Breslau, der unsere Stadt sehr geliebt hat. Pfarrers Fröhmelt Elter stammen hier aus Schlesien aus der Nähe von Breslau, und bei einem Gespräch zwischen Pfarrer Fröhmelt und Familie Schulz kam der Gedanke: „Wir fliegen nach Breslau zu Pfr. Mendrok.“ Ich habe mich in den drei Tagen bemüht keine Langeweile aufkommen zu lassen und so sind sie durch ganz Schlesien gereist, durch Niederschlesien zu den Gottesdiensten und nach Oberschlesien um den Flug nach Hause zu erreichen. Mit Herrn Helmut Marek, den wir leider zwei Wochen später verabschiedet haben, haben unsere Gäste am Sonntagnachmittag eine sehr spannende Führung durch Breslau erlebt. (mehr im Bericht von Herrn Pastor Eckehart Fröhmelt) Während der Woche war es wieder möglich unsere Gemeindemitglieder in der Laubaner- (Pfr. Mendrok) und Waldenburger- (Pfr. Fober) Gemeinde mit einem Abendmahl Gottesdienst zu Hause zu besuchen. Am Sonntag, den 19. Oktober hat in der St. Christophorikirche ein Chor aus Cottbus gesungen. Am Donnerstag, den 23. Oktober hat Pfr. Mendrok beim Treffen des Europa Forums zwei Personen kennengelernt, die seit paar Jahren in Breslau wohnen und über unsere Gemeinde noch nichts gehört haben. Deren Folge war eine Möglichkeit an der Offiziellen Seite des Deutschen Generalkonsulats in Breslau eine Information über unsere Gottesdienste zu stellen. Am Wochenende 24.-26. Oktober war in Miedzyzdroje Diözesesynode wo Pastor Fober, Frau Koltuniewicz und Frau Wiemer als Repräsentanten unserer Gemeinde (Frau Langierowicz konnte wegen ihrer Krankheit nicht teilnehmen) teilgenommen haben. Während der Woche konnten wir seelsorgerisch unsere Gemeindemitglieder besuchen. Am 31. Oktober haben wir statt eines Gottesdienstes einen Reformationsabend in dem schönen großen Gemeinderaum in Zimpel mit einem Interview mit Dr. Martin Luther gemacht. Herr Wolf hat auf moderne Art und Weise in Form eines Interviews Luthers Anschauungen, welche er bei Tischreden und in seinen Werken geäußert hatte, dargestellt. Zu dem Abend wurde auch viel Gutes und Schönes mitgebracht. Frau Sonja Stankowski hat Reformationsküchlein gemacht und Pastor Fober hat ebenso selber ausgezeichnete kleine irische Brötchen gebacken. Der Abend war lang, schön und es wurde gesagt – wir möchten öfter so eine Begegnung erleben. Währen der Woche versuchen wir, nicht immer erfolgreich, unsere Gemeindemitglieder zu besuchen, aber es ist auch wichtig die Arbeit in der Kanzlei zu machen. Es warten doch oft die Rechnungen darauf bezahlt zu werden oder welche auszustellen, wie auch die Korrespondenz, und das alles braucht auch seine Zeit. Nicht zu vergessen sind die Bibelstunden am 2. und 4. Donnerstag im Monat in Breslau wie auch der 3. Montag im Monat in Waldenburg. Freitag ist der Tag des Religionsunterricht, wo die Kinder aus Breslau gegen 15 Uhr abgeholt werden und wir nach Kurtwitz zur Familie von Kap-herr fahren, um dort den Kindern nicht nur die Bibelgeschichten zu erzählen, sondern auch über die Unterschiede zwischen evangelischer und katholischer Kirche zu sprechen. Den Kindern gefällt allerdings am meisten das Spielen zusammen, Singen und Malen. Unseren Unterricht beenden wir meist gegen 19 Uhr, und so ist Frau Annemarie so lieb und lädt uns zum Abendbrot ein. Zu Hause bin ich dann als Letzter mit meiner Malgosia oft um halb neun. Am 7. November haben wir Herrn Helmut Marek auf dem Friedhof zu Brocku in Breslau verabschiedet. Am 8. November war in unsere St. Christophorikirche Herr Dr. Piotr Oszczanowski mit zwei Gruppen von Studenten, um jenen unsere Kirche vorzustellen. Herr Oszczanowski schreibt ein Buch über unsere St. Christophorikirche mit größter Begeisterung für den Altar. Für die Ausgabe des Buches haben wir schon Unterstützung gekommen, aber es ist zu wenig und wir bemühen uns um weitere Fördergelder, damit dieses Buch ans Tageslicht kommen kann. Am 9. November haben wir durch die Taufe ein neues Gemeindemitglied in unsere St. Christophorigemeinde aufgenommen: Amalie Antonie Barbara Freiin von Kap-herr. (Mehr in Taufe von Amalie v.Kap-herr) Der 11. November ist der Unabhängigkeittag Polens und gleichzeitig ein freier Tag. Pastor Fober als Militärseelsorger nahm an den Feierlichkeiten teil. Ich, meine Frau und Malgosia wollten den Berg Zobten erobern, was uns fast gelungen ist. Erschöpft vom Malgosiatragen sind wir sehr gastfreundlich bei Frau Koltuniewicz aufgenommen worden und haben eine nette Stunde am Kamin verbracht. Am 13. November hat uns bei der Bibelstunden Herr von Selchow aus dem Johanniterorden besucht und über seine Tätigkeit in Schlesien berichtet hat. Am 15. November haben wir auf dem Gräbschenerfriedhof in Breslau die Frau Irmgard Kurzynska verabschiedet. Am 18. November hat Pastor Fober am Volkstrauertag teilgenommen (mehr im Artikel) und Pastor Mendrok hat in Marklissa Frau Irmgard Krusch auf dem Friedhof verabschiedet. Seit 19. November arbeiten die beiden Pastoren am Gemeindebrief, und bedanken sich gleichzeitig bei Herrn Höremann Eilert, Frau Annemarie von Kap-herr, Sonja Stankowski und Frau Patrizia Kunkel für die Hilfe bei Korrektur sowie Artikel, die Sie geschrieben haben. In der letzte Novemberwoche werden die Pastoren rund 500 Gemeindebriefe ausgedruckt, zusammensetzt, gefallten und in adressierte, mit Briefmarken versehene Umschläge auf den Postweg gebracht haben.
Gemeindeinformationen und Termine08.12.2008 Adventsfeier für die Laubanergemeinde< bei Frau Sabine Hermann in Sulików um 13.00 Uhr 15.12.2008 Adventsfeier in Waldenburg um 10.00 Uhr 19.12.2008 Adventsfeier in der Hoffgemeinde zu Breslau um 17.00 Uhr 20.12.2008 Adventsfeier für Niederschlesischen Gemeinden Waldenburg, Jauer, Schweidnitz, Liegnitz im Schloss Fürstenstein um 15.00 Uhr (Bitte anmelden!) 28.12.2008 Weihnachtsfeier im Zimpel nach dem Gottesdienst Bibelstunde in Breslau findet jeden 2. und 4. Donnerstag des Monats in der St. Christophorikirche um 10 Uhr statt. Bibelstunde in Waldenburg finden jeden 3. Montag des Monats im Gemeinderaum des Pfarrhauses um 10 Uhr statt. Wir Gedenken unsere Toten
Das Leben eines Menschen dauert auf Erden eine begrenzte Zeit, in der Zeit soll man Gott lehren, das wunderbare Evangelium des Heil und der Hoffnung kennen lernen und das Ziel des Glaubens erkennen. Wenn die geliebte Mutter, Großmutter oder Vater der Familie stirbt, dann kommt Trauer über die ganze Familie so wie die Angehörigen, Freunde und Bekannte. Es ist dann auch sehr schwer die Worte Petrus zu verstehen: Deshalb jubelt ihr voller Freude, obwohl ihr jetzt für eine Weile den unterschiedlichsten Prüfungen ausgesetzt seid. Warum sollen wir jubeln und uns freuen? Antwort steckt in dem Ziel des Glaubens: Denn euer Glaube wird zu Ehre und Herrlichkeit werden, wenn Jesus Christus sich offenbart. Gläubigen eröffnet der Tod die Türen des Himmels, des ewigen Lebens und der Apostel Petrus bezeugt es mit Worten: In seinem großen Erbarmen hat Gott uns wiedergeboren und uns mit einer lebendigen Hoffnung erfüllt. Wiedergeboren, also die Türen geöffnet und den Weg durch den Tod seines Sohnes gezeigt. So alle, die getauft sind, und an Gott glauben, tragen im Herzen die Hoffnung auf die Auferstehung. Ist diese Hoffnung nicht wunderbar, ist sie nicht ein Grund zum Jubeln für alle Menschen, die um ihre Verwandte trauern? Gott hat sie in seiner Herrlichkeit aufgenommen, und die Verstorbenen haben ihr Ziel des Glaubens gefunden. Wenn wir in unserem Leben nach irgend etwas sehr streben und darauf hinarbeiten und es endlich bekommen, so freuen wir uns sehr und jubeln, das Gleiche gilt für die Gläubigen, die das Ziel des Glaubens erreicht haben: Deshalb jubelt ihr voller Freude, obwohl ihr jetzt für eine Weile den unterschiedlichsten Prüfungen ausgesetzt seid. Pfr. Dawid Mendrok Unsere TotenAleksander Iwanski geb. 18.10.1927 verst. 02.10.2007 Alfons Breitkreuz geb. 18.04.1937 verst. 10.01.2008. Erna Elisabeth Woronowska geb. 27.07.1926 ver. 20.01.2008 Hilda Kocjan geb. 26.11.1923 ver. 21.01.2008. Krystyna Ruth Liszewska geb. 11.12.1927 ver. 31.01.2008 Johanna Renate Zurawska geb. 19.11.1938 ver. 2.03.2008 Charlotte Hedwig Kowacz geb. 24.06.1925 ver. 18.04.2008 Helga Alma Witek geb. 24.12.1924 ver. 29.07.2008 Marianna Ida Seta geb. 06.05.1936 ver. 20.08.2008 Eugenia Zawada geb. 15.06.1924 ver. 02.09.2008 Hildegard Kuhnart geb. 26.10.1923 ver. 4.09.2008 Gertrud Martha Lenart geb. 27.08.1919 ver. 09.09.2008 Helmut Antoni Marek geb. 08.06.1933 ver. 02.11.2008 Irmgard Selma Kurzynska geb. 11.06.1922 ver. 09.11.2008 Irmgard Krusch geb. 12.08.1916 ver. 15.11.2008 Unsere Jubilare im Dezember und Januar08.12.1925 Bombel Anna Swidnica / Schweidnitz
Die Christophorigemeinde bedankt sich recht herzlich Seniorenwohnhaus in Zagórów bei Konin in PolenUnser Seniorenwohnhaus steht in einer Kleinstadt 80 km östlich von Posen. Sie finden hier Ruhe, freundliche deutschsprachige Gemeinschaft und gute Betreuung. Es stehen für Sie Einzelzimmer (ca. 20 m2) zur Verfügung. Bitte wenden Sie sich an die Evangelische Gemeinde in Konin:
Gottesdienstordnung im Dezember und Januar Sonntag 07.12.2008 2. S. im Advent Sonnabend 13.12.2008 3. S. im Advent Sonntag 14.12.2008 3. S. im Advent Sonntag 21.12.2008 4. S. im Advent Mittwoch 24.12.2008 Heiligabend Sonnabend 27.12.2008 1. S. n Weihnachten Sonntag 28.12.2008 1. S. n Weihnachten Mittwoch 31.12.2008 Silvester Donnerstag 01.01.2009 Neujahr Sonntag 04.01.2009 Epiphanias Samstag 10.01.2009 1. S. n. Epiphanias Sonntag 13.01.2009 1. S. n. Epiphanias Sonntag 18.01.2009 2. S. n. Epiphanias Samstag 24.01.2009 3. S. n. Epiphanias Sonntag 25.01.2009 3. S. n. Epiphanias PASTOREN DER ST. CHRISTOPHORIKIRCHENGEMEINDE
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