Christophoribote
Mitteilungsblatt
der ev. Gemeinde deutscher Sprache
in Breslau und Niederschlesien
September, Oktober und November 2007/Nr. 9-10-11 (30-31-32)
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Dankgottesdienst zu 300-jährigem Jubiläum der Altranstädter Konvention in der Gnadenkirche zu Militsch/Milicz
Jesus Christus spricht: Was hülfe es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewönne und nähme doch Schaden an seiner Seele?
Mt 16,26aWer bemerkt seine eigenen Fehler? Sprich mich frei von Schuld, die mir nicht bewusst ist!
Ps 19,13Wer das Gute tun kann und es nicht tut, der sündigt.
Jak 4,17
Inhalt
- Liebe ... (Gemeindebrief)
- Konfirmation am 24.06.2007
- Die Ernte im Jahr 2007
- Hochzeit in Liegnitz
- Militsch (Mitlicz) für einen Tag ökumenischer Mittelpunkt
- Hauptgottesdienst der evangelischen Militärseelsorge
- Dankesworte
- Gemeindeinformationen und Termine
- Unsere Jubilare im Juni, Juli und August
- Gottesdienstordnung im Juni, Juli und August 2007
- September 2007
- Oktober 2007
- November 2007 - Impressum
in den evangelischen Gemeinden deutscher Sprache in Breslau und Niederschlesien,
ich schreibe Ihnen, wie man sonst einen Brief an einen Menschen schreibt, dessen Schicksal einem sehr am Herzen liegt, den man aber noch gar nicht kennt: Unsicher über das, was ich schreiben soll, unsicher, ob meine Worte für Sie überhaupt von Inter- esse sind - und doch voller Hoffnung, dass wir uns kennenlernen und so manche gute Begegnung miteinander haben werden.
Vielleicht ist es besser, wenn ich bei einem anderen anfange, den Sie gut kennen: Bei Pastor Wolfgang Meißler. Er war mir ein guter Freund. Mit ihm zusammen habe ich die Gemeinde der evangelischen Schlesier in Hamburg betreut. In der von ihm begründe- ten "Schlesienhilfe" war ich sein Stellvertreter im Vorsitz.
Wir hatten die Absicht, im nächsten Jahr im Sommer gemeinsam nach Schlesien zu reisen. Pastor Meißler wollte mich mit den schlesischen Gemeinden bekannt machen, damit ich ihn in Zukunft auch bei seinem Dienst in Schlesien unterstützen könnte. Die letzten Fahrten waren ihm doch schon sehr schwergefallen. So wäre ich nach und nach in seine Arbeit hineingewachsen und hätte sie später einmal ganz übernehmen können.
Nun ist es anders gekommen. Gott der Herr hat Wolfgang Meißler im Dezember des vergangenen Jahres aus dieser Zeit zu sich in die Ewigkeit gerufen. Ich habe wohl an seinem Sterbebett mit ihm sprechen und beten können. Genauere Absprachen über die Fortführung seiner Arbeit waren aber nicht mehr möglich.
So steige ich nun unsicher aber voll guten Willens in seine Fußtapfen.
Wer bin ich, daß ich überhaupt in seine Aufgaben hineinwachsen darf? Mein Name ist Michael Feige. Am 19. September 1944 wurde ich in Schmiedeberg im Riesengebirge geboren. Dort wurde ich am 29. September 1944 in der evangelischen Kirche von meinem Vater getauft, der dort Pastor war (zusammen mit Pastor Bittermann). Zuvor war mein Vater für kurze Zeit Pastor an der evangelischen Kirche in Bad Warmbrunn.
Mein Vater wurde in Bolkenhain geboren. Seine Familie lebte später in Lüben. In beiden Städten war sein Vater Bürgermeister. Als die Nazis ihn aus dem Amt jagten, zog die Familie nach Breslau. Meine Mutter, die in der kirchlichen Jugendarbeit tätig war, stammte aus Oppeln. Meine Urgroßeltern lebten eine Zeitlang in Liegnitz.
Am 1. März 1945 traten wir die Flucht an. Nach vielen Irrwegen landete unsere Familie schließlich für viereinhalb Jahre auf der Nordseeinsel Sylt. Danach zogen wir nach Hamburg, wo ich meine ganze Schulzeit verbrachte. Anschließend studierte ich Theologie und wurde Pastor in Neumünster, später in Ahrensburg bei Hamburg und jetzt in Tetenbüll auf der Halbinsel Eiderstedt an der Nordsee.
Nach dem Studium heiratete ich. Wir bekamen eine Tochter, die jetzt 34 Jahre alt ist und in München lebt.
Meine schlesische Heimat habe ich erst spät kennengelernt. Abgesehen von einem Kurzbesuch in Breslau 1979, kam ich zum ersten Mal 1995 nach Schlesien. Damals habe ich in einer großen Rundreise alle Orte aufgesucht, an denen noch Spuren meiner Vorfahren zu finden sind. Und ich habe das Riesengebirge in seiner ganzen Schönheit kennengelernt. Seitdem habe ich mehrere Reisen nach Schlesien unternommen.
Im Mai dieses Jahres machte ich auf die Schnelle einen Besuch in Liegnitz und in Breslau. In Liegnitz habe ich die Liebfrauenkirche bis in ihre äußersten Winkel kennengelernt und gesehen, welch ein herrliches Gotteshaus sie ist, aber auch, welche baulichen Nöte sie hat. Wichtiger noch war es, dass ich Rosel Langierowicz kennenlernte, die außerordentlich liebenswürdige und engagierte Kirchenvorsteherin von Liegnitz.
In Breslau durfte ich Propst Andrzej Fober und Pastor David Mendrok und seine Frau kennenlernen. Am Himmelfahrtstag konnte ich am Gottesdienst in der Christophorie - Kirche teilnehmen. Auch die Gustav- Adolf- Kirche konnte ich besuchen. So habe ich schon einen Teil der niederschlesischen Gemeinden gesehen.
Wenige Wochen später habe ich auf einer Schlesienreise mit meinen Geschwistern auch die Kirchen in Bad Warmbrunn und Schweidnitz und die Kirche Wang besucht, noch einmal die Liebfrauenkirche in Liegnitz, die Gnadenkirche in Hirschberg und die Kirchen in Goldberg, Brieg und Oppeln. Natürlich fehlte auch nicht eine Wanderung im Riesengebirge.
Zum Ende dieses Jahres gehe ich in den Ruhestand. So werde ich vom nächsten Jahr an mehr Zeit haben, mich der Schlesienhilfe zu widmen, die evangelischen Gemeinden in Niederschlesien intensiver kennenzulernen und durch Urlaubsvertretungen die Pastoren in Ihren Gemeinden zu entlasten.
Dann werde ich auch in Liegnitz die Tradition der Goldenen Konfirmation am Erntedankfest fortführen können. In diesem Jahr kann ich noch nicht dabeisein, weil ich in meinen Gemeinden in Nordfriesland gebunden bin.
Ich hoffe, dass wir uns im nächsten Jahr persönlich kennenlernen und dass wir gemeinsam Freude haben werden im Wirken für die evangelischen Gemeinden in Niederschlesien und für das Evangelium.
Es grüßt Sie von Herzen Ihr Pastor Michael Feige
Der Menschensohn ist gekommen, zu suchen und selig zu machen, was verloren ist.
Lukas 19,10
Konfirmation am 24.06.2007
Am 24. Juni gab es in der St. Christophorikirche zu Breslau wieder eine Konfirmation. Für unsere Gemeinde natürlich ein großes Fest und viel Freude. An diesem Tag wurden Sonia Florys-Brailowska und unsere zweite Tochter Estera Gundlach-Fober konfirmiert. Die Predigt und die Ansprache an die beiden Maedchen hielt Pastor Dawid Mendrok, der auch die einjährige Konfirmanden-Lehre übernommen hatte. Es kamen viele Gäste und Familien - angehörige der beiden Konfirmandinnen, sodass die Kirche gut besucht war. Musikalisch wurde der Gottesdienst begleitet durch einen der besten Chöre für alte Musik in Breslau, den Cantores Minores Vratislawiensis, der Werke von Bach, Händel, Gomulka und Schütz sang.
Pastor Mendrok baute seine Predigt auf das Wort nach Lukas 19, 1-10, also auf der bekannten Geschichte von Zachaeus auf, der auf einen Maulbeerbaum stieg, um Jesus zu sehen, weil er selbst so klein war. Er hoffte gut versteckt zu sein, aber als Jesus an die Stelle kam, sah er auf und sprach zu ihm: Zachaeus, steig eilend herunter, denn ich muss in dein Haus einkehren.
Das war damals die gute und entscheidende Nachricht für Zachaeus. Sein ganzes Leben änderte sich. Er wollte Jesus nur sehen, aber Jesus will nicht, dass wir ihn nur anschauen und bewundern. Er möchte mit uns wohnen und leben, damit das Leben gelingt. So, meinte Pastor Mendrok, ist die Konfirmation eine klare und herzliche Einladung für Jesus, dass er mit den Konfirmandinnen durch das Leben geht, aber auch ein Bekenntnis der beiden, dass sie es wirklich von Herzen wollen.
Die Konfirmation, so Pastor Mendrok, bedeute also nicht einen Schluss mit der christlichen Lehre und allem was dazu gehört, vielmehr ist es der Anfang eines Lebens in der Verantwortung vor Gott und vor der Gemeinde, weil mit der Konfirmation die Konfirmanden den Status eines Gemeindemitgliedes bekommen. Ein Mitglied der St. Christophorigemeinde zu Breslau zu sein, ist schon eine große Verantwortung und Ehre zugleich.
Wir alle wünschen Sonia und Estera Gottes Segen und dass ihr Leben gelingen möge!
Pfr. Andrzej Fober
Hochzeit in Liegnitz
Am 4. August 2007 haben wir eine schöne Feier in der Liebfrauenkirche zu Liegnitz erlebt. Frau Maria Käte Falkowska und Herr Helmut Butterweck haben sich entschieden, ihre Liebe vor Gott auszusprechen und gemeinsam durch das Leben zu gehen.
Beide sind in die Schule in Neudorf am Gröditzberg gegangen und haben auch gemeinsam in dem Gemeindechor gesungen. Nach dem Krieg sind sie eigene Wege gegangen, so dass sie sich über lange 60 Jahre nicht gesehen haben. Aber schließlich haben sie sich wieder gefunden, als Witwer und Witwe. Die Liebe hatte nicht aufgehört, sie musste nur lange warten, und endlich kam der Tag, an dem die beiden - Käte und Helmut, vor dem mächtigen Altar der Liebfrauenkirche zu Liegnitz standen und sich das Jawort gaben und die Trauringe tauschten.
Die Worte, die Bausteine für die Predigt waren, stehen im ersten Brief des Paulus an die Korinther, Kapitel 13, Verse 4 und 8. Die Liebe ist langmütig. Die Liebe höret niemals auf ! So habe ich es erlebt bei einem Besuch im Haus von Herrn Butterweck. Heutzutage bekommen wir selten Nachrichten, die uns Freude bringen, diese aber war für mich eine sehr gute Nachricht. Liebe, die so lange warten kann, die so lange hält und bereit war, viel zu tragen, ist für mich ein Beispiel, dass unsere Liebe groß sein mag, aber die Liebe Gottes, die viel größer ist als unsere ist noch mehr zu bewundern und wird uns noch viel mehr geben.
So wie Herr Butterweck und Frau Falkowska sich gesucht und gefunden haben in der Liebe, so sollen auch wir Gott in unserer Liebe zu Ihm suchen. Wir werden uns bestimmt finden, aber nur unter einer Bedingung, dass wir Gott lieben.
Ich wünsche uns allen eine Liebe, die niemals aufhört!
Pfr. Dawid Mendrok
Die Ernte im Jahr 2007
In diesem Jahr haben wir im Saatzuchtunternehmen Lochow-Petkus-Polska eine mässige Ernte eingefahren, die unter dem langjährigen Durchschnitt liegt. Die Trockenheit im April und Mai hat dem Getreide ziemlich geschadet. Insbesondere die Roggenerträge waren recht enttäuschend. Die Mais- und Zuckerrübenbestände präsentieren sich recht gut, so dass wir hier auf höhere Erträge hoffen können.
Wir vermarkten das geerntete Getreide nicht wie üblich als Konsum- oder Futtermittel, sondern bereiten es zu Saatgut auf und vermarkten es in ganz Polen. Es ist für uns in diesem Jahr eine besondere Herausforderung ausreichend Qualitätssaatgut für die Landwirtschaft bereit zu stellen.
Grundsätzlich sind wir jedoch mit der Entwicklung in der Landwirtschaft hochzufrieden, da wir für die geerntete Ware sehr gute Preise erzielen können, die mäßige Ernte wird also durch die hohen Preise sehr gut ausgeglichen. Auch in die Zukunft blicken wir mit Optimismus und sind für die positive Entwicklung sehr dankbar.
Ich bin seit fünf Jahren wir Leitung des Landwirtschaftlichen Betriebes im Saatzuchtunternehmen Lochow-Petkus Polska verantwortlich. Der Betrieb liegt 40 km südlich von Breslau in der niederschlesischen Ackerbauebene zwischen Strzelin (Strehlen) und Lagiewniki (Heidersdorf). Bewirtschaftet wird eine Fläche von 1.400 ha, auf der wir Getreide, Raps, Zuckerrüben und Körnermais anbauen. Ich lebe mit meiner Familie auf der Hofstelle und wir haben das große Glück eine sehr schöne Wohnung im Gutshaus bewohnen zu dürfen. Meine Frau Annemarie unterstützt mich sehr, kümmert sich um unsere drei Töchter Edwina (6 Jahre), Theresa (4 Jahre) und Cecilia (2 Jahre), bringt sich in's dörfliche Leben ein und leitet zusammen mit Anja Fober den Kindergottesdienst in der Christophori Gemeinde.
Mit besonderer Spannung sehen wir der Einschulung unserer ältesten Tochter Edwina entgegen. Da wir unseren Lebensmittelpunkt nach Schlesien verlegt haben, versuchen wir uns in allen Bereichen bestmöglichst einzugliedern und schicken unsere Kinder natürlich auch hier in die Schule. Die Akzeptanz in der Dorfbevölkerung ist deutlich besser und freundlicher wenn man hier ständig lebt, vor allem wenn man seine Familie mitbringt. Die Polen sind bekanntermaßen sehr kinderlieb und freuen sich täglich über trudelnde Leben auf dem Lande.
Wir haben uns hier gut eingelebt und werden mit Sicherheit noch lange ihn Niederschlesien leben und arbeiten. Wir sind dem Herrgott dankbar für die diesjährige Ernte und freuen uns über die positive Entwicklung in der Landwirtschaft.
Dag von Kapherr
Militsch (Mitlicz) für einen Tag ökumenischer Mittelpunkt in Niederschlesien
Hans J. Nitschke
Am Samstag, dem 08.September 2007, versammelten sich ca. 600 Menschen in der Gnadenkirche in Militsch, um in einem Gottesdienst an das 300-jährige Jubiläum der Altranstädter Konvention zu gedenken. Die Heimatkreisgemeinschaft Militsch - Trachenberg, eine freiwillige Gemeinschaft ehemaliger deutscher Bewohner dieser Region, hatte diese Veranstaltung organisiert. Aus Deutschland waren mit vier Bussen und Pkw`s ca 200 ehemalige Einwohner nach Militsch gekommen. Erfreulicherweise haben auch viele Polen, jetzige Bewohner von Milicz, am Gottesdienst teilgenommen.
Der Anlass war die Altranstädter Konvention, also ein Grund für die evangelischen Gläubigen zu feiern. Es war gut und richtig, von evangelischer Seite mit prominenten Vertretern teilzunehmen. Der Regionalbischof Dr. Pietz aus Görlitz hielt eine ausgewogene, versöhnliche Predigt. Gedenken - Verzeihung und Versöhnung waren das Hauptanliegen, was er den versammelten Gläubigen sagen wollte. Daß es keine katholische Predigt gab, wie zunächst erhofft, ist verständlich - war doch die Altranstädter Konvention für die katholische Kirche kein Grund zum Jubeln. Vielleicht ist das auch der Grund, warum die katholische Geistlichkeit aus Breslau dem Gottesdienst fern blieb. Desto größer ist die Teilnahme von Kazimierz Kudrynski, dem Militscher Pfarrer, zu würdigen und anzuerkennen. Die Teilnahme und das Grußwort von Bischof Bogusz waren ein großer Erfolg für die evangelische Minderheit in Polen - die Katholiken in Militsch haben so erfahren, daß es sie gibt. Dies wurde sehr stark durch Pfarrer David Mendrok unterstrichen, der den Gottesdienst souverän leitete, durch Gottes Wort in zwei Sprachen - deutsch und polnisch.
Es war kein ökumenischer Gottesdienst - aber was viel wichtiger ist - es war eine ökumenische Begegnung von Menschen. Bei diesem Gottesdienst sangen und beteten zusammen katholische und evangelische Menschen - ehemalige und heutige Bewohner von Militsch. Auch wenn ich kein Musterchrist bin - wer kann das schon von sich behaupten - so glaube ich doch, daß der liebe Gott hier Regie geführt hat.
Für die ehemaligen Bewohner von Militsch war die Begegnung in ihrer Heimat, der Gedenkgottesdienst und die beiden Konzerte in der Gnadenkirche ein Höhepunkt ihres Lebens. Nach der Flucht und Vertreibung 1945 konnten sie nun entspannt, feierlich, würdevoll und versöhnlich Abschied von ihrer Heimat nehmen. Der Kreis ihres Lebens hat sich geschlossen. Mein Kreis ist noch nicht vollendet - ich möchte noch an der menschlichen Ökumene weiterarbeiten.
Für einen Tag war Militsch eine menschliche Ökumene - es bleibt zu wünschen, daß´ sie anhält.
Hauptgottesdienst der evangelischen Militärseelsorge
ZUM TAG DES HEERES UND ZUM TAG DES SCHLESISCHEN WEHRBEREICHS
IN DER GUSTAV-ADOLF-GEDÄCHTNISKIRCHE
Am 8. September fand zum fünften Mal ein Festgottesdienst in der Gustav-Adolf -Gedächtniskirche zum Tag des Heeres und zum Tag des Schlesischen Wehrbereichs statt. Zu diesem Fest waren zahlreiche Gäste aus ganz Polen nach Breslau gekommen. Unter ihnen Herr Aleksander Szczyglo, Verteidigungsminister, General Waldemar Skrzypczak, Befehlshaber des Heeres, General Zbigniew Glowienka, Befehlshaber des Schlesischen Wehrbereichs, Bischof Ryszard Bogusz und weitere Persönlichkeiten aus der Stadt, der Region und dem Land.
Die Predigt hielt das Oberhaupt der Evangelischen Militärseelsorge, Bischof und Generalmajor Ryszard Borski aus Warschau, früher Pfarrer der Christophori-Gemeinde. In seiner Predigt wies der Bischof auf die Wichtigkeit der verschiedenen Orte der Geschichte eines Volkes oder eines Menschen hin. Jedes Volk hat solche Orte, wo ein Ereignis geschehen ist, das wichtig für folgende Generationen ist. Für das Volk Israel war es ein Ort Namens Betel, wohin Jakob flüchtete vor seinem Bruder Esau. Dort in Betel fand er Ruhe und Geborgenheit Gottes.
Für polnische Soldaten ist der Wiener Wald so ein Ort. Dort kämpften am 12. September 1683 europäische Truppen zusammen mit dem polnischen Koenig Jan III. Sobieski gegen die Türken um Wien. Schon damals konnte man die große Kraft des Bundes von vielen Nationen Europas, die gegen die Türken aufstanden, spüren.
Eine weiterer wichtiger Ort der Geschichte jedes Volkes und jedes Menschen soll auch die Kirche sein. Egal ob ein prächtiger Dom oder eine kleine Dorfkapelle, überall dort begegnet uns Gott in Jesus Christus durch Wort und Sakrament.
Nach dem Gottesdienst gab es im Pfarrgarten ein Treffen zum Grillen. Für die zahlreichen Vertreter des Militärs, der Stadt, der Wojewodschaft Niederschlesien, der Kirchen und Gemeinden ergaben sich gute Gelegenheiten zum Gespräch und zum Kennenlernen. Die Begegnung dauerte bis zum späten Abend und die letzten der fast 170 Gäste verließen bei schon hereingebrochener Dunkelheit die Zusammenkunft.
Pfr. Andrzej Fober
Dankesworte
Liebe Schwestern und Brüder,
im Namen der ganzen evangelischen St Christophorigemeinde begrüße ich Sie sehr herzlich mit den Worten aus dem Psalm 46,2:
"Gott ist unsre Zuversicht und Stärke,
eine Hilfe in den großen Nöten, die uns getroffen haben."
Wir möchten uns für die Unterstützung bei der Renovierung des Heizsystems in unserem Pfarrhaus in Zimpel bedanken und bekannt geben, dass die Renovierungsarbeiten im Sommer beendet worden sind. Die ganze Investition kostete 14 560,00 € .
Diese Renovierung ermöglicht uns Heizkosten zu sparen und dazu haben wir eine bessere Wärmeversorgung.
Wir bedanken uns recht herzlich bei allen Spendern. Die Christophorigemeinde bedankt sich recht herzlich bei allen Gebern für ihre Spenden.
Wir freuen uns über jede finanzielle Unterstützung, die unserer Verkündigungs- und Sozialarbeit weiterhelfen wird.
Gemeindeinformationen und Termine
- Bibelstunde in Breslau findet jeden 2. und 4. Donnerstag Monats im Pfarrhaus um 10 Uhr statt.
- Bibelstunde in Waldenburg finden jeden 3. Montag Monats in der Kapelle um 10 Uhr statt.
Wir suchen Vertretung für die Gottesdienste der St. Christophorigemeinde in Breslau und Niederschlesien für Juli und August 2008, dass die Pastoren der Gemeinde sich auch erholen können. Wir laden und bitten alle schlesische und nicht schlesische Pastoren uns dabei zu Helfen. Nichts ist schöner als einen Gottesdienst im Sommer in Schlesien selbst zu gestallten und erleben.
Zwei kleine Gästezimmer sind im Pfarrhaus Zimpel dabei frei zur Verfügung gestellt.
Wenn sie eine Haushalts- und Pflegehilfe suchen,
wenden sie sich mit ihrer Frage an unsere Gemeindeschwester –
Lidia Podzorska
ul. Partyzantów 60,
PL 51-675 Wroclaw
Mobil: 0048 604 185 724 Tel.: 0048 71 348 73 28
1958 wurde die St. Christophorikirche renoviert. Im nächsten Jahr 2008 werden wir das 50 jährige Jubiläum der Renovierung feiern.
Die Jubiläumsfeier wird am 29. Juni 2008 stattfinden. Bitte merken Sie sich diesen Termin schon jetzt in Ihrem Knallender vor!
Sie sind alle recht herzlich eingeladen.
Unsere Jubilare im September, Oktober und November
02.09.2005 Malgorzata Anna Mendrok - Wroclaw
07.09.1944 Bednarz Brigitta - Swidnica
10.09.1964 Wysopal Urszula - Gryfów Slaski
11.09.1936 Langerowicz Rosemarie - Legnica
12.09.1925 Kluszczynska Anna Jelenia - Góra
17.09.1940 Hoermann Eilert - Wroclaw
17.09.1971 Ilgmann Alexander - Wroclaw
18.09.1947 Böhme Hanna - Luban
19.09.1945 Baschek Peter - Legnica
19.09.1940 Kwasnik Rosemarie - Dzierzoniów
20.09.1925 Kohse Marta - Dziegielów
22.09.1928 Chudaszek Irena - Wroclaw
24.09.1930 Malek Ursula - Wlosien
24.09.1945 Böhme Reinhard - Luban
24.09.1987 Marchlewski Krystian - Luban
26.09.1996 Smolinski Ernest Gryfów - Slaski
29.09.1932 Scholz Gerda Patnów - Legnicki
30.09.2002 Majewska Justyna Laura - Legnica
02.10.1939 Grochulska Vera - Wroclaw
06.10.1929 Tabaka Ingetraud Czarny - Bór
09.10.1932 Wypych Elisabeth - Walbrzych
17.10.1936 Nier Erwin - Walbrzych
18.10.1927 Iwanski Aleksander - Wroclaw
22.10.1953 Kudrel Tadeusz - Wroclaw
24.10.1924 Gembiak Gerda - Walbrzych
26.10.1923 Kunarth Hildegard - Chojnów
30.10.1991 Gundlach-Fober Estera - Wroclaw
02.11.2002 von Kap - Herr Theresa - Kondratowice / Wroclaw
02.11.1955 Wypych Leszek - Walbrzych
03.11.1950 Kadlewicz Krystyna - Wroclaw
10.11.1975 Waszewski Andrzej - Walbrzych
17.11.1923 Falkowska Maria Chojnów - Legnica
18.11.1938 Schmidt Heinz - Swidnica
19.11.1926 Lyczkowski Herta - Domaslaw / Wroclaw
19.11.1938 Zurawska Johanna Renate - Lubomin / Walbrzych
20.11.1930 Friedrich Edeltraut Patnówek / Legnica
21.11.1942 Mitschke Manfred Patnówek / Legnica
21.11.1987 Gundlach-Fober Judyta - Wroclaw
23.11.1962 Giessler Jörg - Wroclaw
25.11.1951 Majewska Ewa g. Wika - Legnica
26.11.1923 Kocjan Hilde - Wroclaw
26.11.1923 Kunarth Hildegard Chojnów / Legnica
27.11.1927 Tador Ingeborg - Jelenia Góra
29.11.1934 Grytzka Edith - Walbrzych
Allen Jubilarinnen und Jubilaren möchten wir von ganzen Herzen viel Gesundheit, Kraft und Tapferkeit wünschen, aber vor allem Gottes reichen Segen. Wir freuen uns, dass Sie gemeinsam mit uns in der Christophorigemeinde pilgern.
WOHL DEM, DER NICHT WANDELT IM RAT DER GOTTLOSEN NOCH TRITT AUF DEN WEG DER SÜNDER NOCH SITZT, WO DIE SPÖTTER SITZEN, SONDERN HAT LUST AM GESETZ DES HERRN UND SINNT ÜBER SEINEM GESETZ TAG UND NACHT!
DER IST WIE EIN BAUM, GEPFLANZT AN DEN WASSERBÄCHEN, DER SEINE FRUCHT BRINGT ZU SEINER ZEIT, UND SEINE BLÄTTER VERWELKEN NICHT. UND WAS ER MACHT, DAS GERÄT WOHL.
PSALM 1,1-3
Gottesdienstordnung im September, Oktober und November 2007
September 2007
SONNABEND 01.09.2007 13. S. N. TRINITATIS
Lauban 10:00 Pfr. Dawid Mendrok
Bad Warmbrunn 14:00 Pfr. Dawid Mendrok
SONNTAG 02.09.2007 13. S. N. TRINITATIS
Breslau 10:00 Pfr. Dawid Mendrok
Liegnitz 13:00 Pfr. Dawid Mendrok
Waldenburg 9:00 Pfr. Andrzej Fober
Schweidnitz 13:00 Pfr. Andrzej Fober
SONNABEND 08.09.2007 MILITÄRGOTTESDIENST
Breslau Gustav-Adolf-Kirche 15:00 Pfr. Andrzej Fober
SONNTAG 09.09.2007 14. S. N. TRINITATIS
Breslau 10:00 Pfr. Andrzej Fober
SONNTAG 16.09.2007 15. S. N. TRINITATIS
Breslau 10:00 Pfr. Andrzej Fober
Liegnitz 13:00 Pfr. Andrzej Fober
SONNABEND 22.09.2007 16. S. N. TRINITATIS
Schweidnitz 10:00 Pfr. Dawid Mendrok
Waldenburg 14:00 Pfr. Dawid Mendrok
SONNTAG 23.09.2007 16. S. N. TRINITATIS
Breslau 10:00 Pfr. Dawid Mendrok
Lauban 10:00 Pfr. Andrzej Fober
Bad Warmbrunn 14:00 Pfr. Andrzej Fober
SONNTAG 30.09.2007 GOLDENE KONFIRMATION
Breslau 10:00 Pfr. Andrzej Fober, Dawid Mendrok
Oktober 2007
SONNTAG 07.10.2007 ERNTEDANKFEST
Breslau 10:00 Pfr. Andrzej Fober, Dawid Mendrok
Liegnitz 13:00 Pfr. Andrzej Fober, Dawid Mendrok
SONNABEND 13.10.2007 19. S. N. TRINITATIS
Lauban 10:00 Pfr. Andrzej Fober
Bad Warmbrunn 14:00 Pfr. Andrzej Fober
SONNTAG 14.10.2007 19. S. N. TRINITATIS
Breslau 10:00 Pfr. Andrzej Fober
Waldenburg 9:00 Pfr. Dawid Mendrok
Schweidnitz 13:00 Pfr. Dawid Mendrok
SONNTAG 21.10.2007 20. S. N. TRINITATIS
Breslau 10:00 Pfr. Vertretung
Liegnitz 13:00 Pfr. Vertretung
SONNABEND 27.10.2007 REFORMATIONSFEIER
Schweidnitz 10:00 Pfr. Dawid Mendrok
Waldenburg 14:00 Pfr. Dawid Mendrok
SONNTAG 28.10.2007 REFORMATIONSFEIER
Breslau 10:00 Pfr. Dawid Mendrok
Lauban 10:00 Pfr. Andrzej Fober
Bad Warmbrunn 14:00 Pfr. Andrzej Fober
November 2007
SONNTAG 04.11.2007 21. S. N. TRINITATIS
Breslau 10:00 Pfr. Andrzej Fober
Liegnitz 13:00 Pfr. Andrzej Fober
SONNABEND 10.11.2007 DRITTL. SONNTAG
Lauban 10:00 Pfr. Andrzej Fober
Bad Warmbrunn 14:00 Pfr. Andrzej Fober
SONNTAG 11.11.2007 DRITTL. SONNTAG
Breslau 10:00 Pfr. Dawid Mendrok
Waldenburg 9:00 Pfr. Andrzej Fober
Schweidnitz 13:00 Pfr. Andrzej Fober
SONNTAG 18.11.2007 VORL. SONNTAG
Breslau 10:00 Pfr. Dawid Mendrok
Liegnitz 13:00 Pfr. Dawid Mendrok
SONNABEND 24.11.2007 TOTENSONNTAG
Schweidnitz 10:00 Pfr. Dawid Mendrok
Waldenburg 14:00 Pfr. Dawid Mendrok
SONNTAG 25.11.2006 TOTENSONNTAG
Breslau 10:00 Pfr. Andrzej Fober
Lauban 10:00 Pfr. Dawid Mendrok
Bad Warmbrunn 14:00 PFR. Dawid Mendrok
Impressum
Parafia sw. Krzysztofa
ul. Partyzantów 60
PL 51-675 WroclawTel. 0048/ 71/ 348 45 98 Fax 0048/ 71/ 348 45 90
E-Mail: christophori@poczta.onet.pl
www.breslau-wroclaw.de • AktuellesSpendenkonto Polen: KB IV O/Wroclaw, Konto
(IBAN) PL20 1500 1793 1217 9000 4110 0000 (BIC) KRDBPLPW
Für die Unterstützung der St. Christophorigemeinde sind wir jedem Spender herzlich dankbar!
